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Die in Äpfeln enthaltenen Polyphenole können einer Krebserkrankung vorbeugen, in dem sie Krebszellen an der Vermehrung hindern. Foto: DAK/Hanuschke +Schneider
Die in Äpfeln enthaltenen Polyphenole können einer Krebserkrankung vorbeugen, in dem sie Krebszellen an der Vermehrung hindern. Foto: DAK/Hanuschke +Schneider
Die krebszersetzende Kraft von Äpfeln

Antioxidantien verhindern, dass freie Radikale unsere Zellen angreifen und funktionsuntüchtig machen. Zellschäden können zu Entartungen führen, die den Weg für Krebs bereiten. Weil Antioxidantien das zu verhindern versuchen, bezeichnen sie manche sogar als Schutzengel für unsere Körperzellen. Welches krebsverhindernde Potential die Inhaltsstoffe von Äpfeln haben, haben jetzt italienische Ernährungswissenschaftler untersucht. 

Dass Antioxidantien tatsächlich in der Lage sind, vorbeugend gegen Krebs zu wirken, indem sie in die molekularen Signalwege eingreifen, belegen bereits einige Studien. Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln, z.B. Gemüse, Salate, Kräuter, Nüsse und Früchte, die dem Körper diese Wirkstoffe zuführen. Um heraus zu finden, wie Äpfel dabei abschneiden, hat Angelo Facchiano mit seinem Team die Sorten Annurca, Red Delicious und Golden Delicious untersucht. 

Interessant sind dabei die sogenannten Polyphenole. Das sind natürliche Bestandteile von Pflanzen und haben laut Euorpean Food Information Council (EUFIC)"eine nachgewiesene Schutzwirkung vor HKL-Erkrankungen, Krebs und anderen Krankheiten, was sie zu einem äußerst wichtigen Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung macht". Antioxidantien scheinen in den zellulären Prozeß beim Voranschreiten der Krebsentstehung einzugreifen, in dem sie die Signalwege der Zellen unterbrechen. 

Inzwischen weiß man, dass Antioxidantien bestimmte Proteine angreifen und dabei direkt die Aktivitäten dieser Proteine stören. Allerdings ist bisher kaum erforscht worden, wie dabei verschiedene Antioxidantien zusammenarbeiten, um unterschiedliche Proteine auszuschalten. 

Äpfel verfügen offenbar über eine hohe Zahl unterschiedlicher Polyphenole mit antioxidativer Wirkung. Facchiano erklärt ein Ergebnis der Untersuchungen damit, dass die in Äpfeln enthaltenen Polyphenole verhindern, dass sich Krebszellen teilen und sich damit das Tumorgewebe weiter ausbreiten kann. Apfelpolyphenole schaffen es, sogenannte Reparaturgene zu reaktivieren, um beschädigte DNA wieder funktionsfähig zu bekommen. Das bedeutet, dass neu entstehende Zellen wieder "gesund" sind und keinen Krebs befördern. Diese präventive Maßnahme wirkt offenbar besonders gut bei Darmkrebs, also bei Karzinomen in Dickdarm und Mastdarm. 

25.10.2016/ Quelle: Nature

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