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Die im Fisch enthaltene alpha-Linolensäure  sorgt für gesunde Zellen im Gehirn (Foto: pte)
Die im Fisch enthaltene alpha-Linolensäure sorgt für gesunde Zellen im Gehirn (Foto: pte)
Fischkonsum kann den Verfall des Gehirns aufhalten

Fisch und Meeresfrüchte sind Teil einer gesunden Ernährung. Das Zauberwort, das Ernährungswissenschaftler in diesem Zusammenhang elektrisiert, ist "mediterran". Denn frischer Fisch, frisches Gemüse und Obst, Kräuter, Gewürze, Olivenöl und mäßiger Weinkonsum sind gut zu Herz und Kreislauf und vermeiden Übergewicht und Diabetes. Der Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten scheint auch gegen den Abbau geistiger Leistungsfähigkeit zu helfen. 

Kann die Ernährung wirklich dazu beitragen, Alzheimer und andere dementielle Erkrankungen aufzuhalten? Es gibt viele Anhaltspunkte, die Mediziner in ihrer Meinung bestärken, dass eine mediterrane Ernährung den Verfall geistiger Leistungsfähigkeit verzögern kann und dass der Konsum von Fisch dem Gedächtnis auf die Sprünge hilft. Nun wurden in Chicago 554 Senioren/innen und deren Ernährungsverhalten in den Jahren von 2004 bis 2013 beobachtet. In dieser Zeit starben 286, die bei ihrem Tod ein Durchschnittsalter von 89,6 Jahren erreicht hatten. Bei den Gestorbenen wurde das Gehirn einer Autopsie unterzogen.

Festgestellt wurde, dass schon ein geringer Fischverzehr (definiert als eine Fischmahlzeit in der Woche) die Quecksilber-Konzentration im Gehirn ansteigen ließ. Mit vermehrtem Fischkonsum (der durchschnittlich höchste Konsum lag bei 2,7 Fischmahlzeiten in der Woche) wurde mehr Quecksilber gefunden. Quecksilber ist ein Schwermetall und pures Gift für das Gehirn. Es lagert sich über Jahre im Gehirn ab, kann Gehirnzellen abtöten und auf Dauer zu Alzheimer und Demenz führen. 

Dagegen zeigten sich in Gehirnen von Studienteilnehmern/innen, die weniger als durchschnittlich eine Fischmahlzeit pro Woche verzehrten, deutlich verminderte Quecksilberwerte. Was aber erstaunlich war: In der Studie brachte die erhöhte Quecksilberbelastung keine  Anzeichen des erhöhten Risiko einer Alzheimererkrankung bei den autopsierten Gehirnen

Wie das zusammenpasst? Dafür scheint es zwei wesentliche Gründe zu geben: 

1. Mit dem Fisch wird neben Quecksilber vorwiegend auch alpha-Linolensäure (gehört zu den Omega-3-Fettsäure) aufgenommen. Diese sorgt für gesunde Zellmembranen vor allem im Gehirn und bei den Nerven. Außerdem wirkt sie entzündungshemmend. In der Studie senkte ein erhöhtes Vorkommen im Körper die Gefahr von Gehirninfarkten um bis zu 80%. 

2. Bei einem moderaten Fischkonsum - und als solcher wurden ein bis zwei Mahlzeiten pro Woche eingestuft - scheint die von Quecksilber ausgehende Gefahr überschaubar zu bleiben.

Wichtig: Bei einer Ernährungsergänzung durch Fischölkapseln ließ sich keine Verbesserung der Gehirnleistung oder ein günstiger Einfluß auf die Neuropathologie des Gehirns (Erkrankungen des Zentralnervensystems, der Hirnhäute und der Nerven) nachweisen. 

04.02.2016/ Quelle: JAMA

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