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Fisch: Zwei Portionen pro Woche senken das Risiko für Schlaganfall

Der Verzehr von Fisch wird von Ernährungswissenschaftlern immer wieder empfohlen. Warum? Weil Fisch sogenannte Omega-3-Fettsäuren enthält und die sind gesund. Vor allem für Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Doch nun belegen Untersuchungen von Wissenschaftlern, dass regelmäßige Fischportionen auch einem Schlaganfall vorbeugen können.

Dr. Rajiv Chowdhury von der Cambridge University hat mit seinen Kollegen die Krankheitsdaten von 794.000 Menschen in 15 Ländern ausgewertet. Darunter befanden sich auch 34817 Patienten, die einen Schlaganfall erlitten hatten. Erfasst wurden bei allen Personen auch der Fischkonsum und zwar in den Gruppen fünf und mehr Portionen, zwei bis vier Portionen und weniger als eine Portion pro Woche. Diese Mengen geben den Durchschnittsverbrauch an. Außerdem wurde erfasst, wer Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzungsmittel (Fischöl-Kapseln) einnahm.

Beim Vergleich der Fischesser ermittelten die Ärzte, dass je mehr Fisch jemand aß, desto mehr senkte er auch sein Risiko für einen Schlaganfall. Im Vergleich zu denjenigen, die weniger als eine Portion Fisch in der Woche verzehrten, sank das Risiko bei denen, die zwei bis vier Portionen genossen um durchschnittlich 6%. Die, die sogar fünf und mehr Portionen in der Woche zu sich nahmen hatten sogar ein um 12% verringertes Risiko. Diejenigen, die Omega-3-Fettsäuren als Kapseln eingenommen hatten, konnten dadurch keinerlei Risikoverminderung für einen Schlaganfall erzielen.

Warum Fisch, Ernährungsexperten empfehlen Sorten mit einen hohen Anteil an Fischöl wie Makrelen und Sardinen, so gesund ist, können Wissenschaftler erklären. Die Inhaltsstoffe von Fisch - wie Vitamin D und B, Aminosäuren, Selen, Kalzium, Magnesium und andere wirken sich vorteilhaft auf die Gefäße aus. Warum frischer Fisch aber so gesundheitswirksam sind, Nahrungsergänzungsmittel das aber nicht erreichen, hat ihrer Meinung nach mehrere Gründe. Zum einen wirken isolierte Stoffe anders oder eben gar nicht wie komplexe Nahrungsmittel. Zum zweiten ist mit dem Verzehr von Fisch verbunden, dass man weniger Fleisch essen kann, sich insgesamt gesünder ernährt und einen besseren Lebensstil pflegt.

Berliner Ärzteblatt 02.11.2012/ Quelle: BMJ 2012;345:e6698 doi: 10.1136/bmj.e6698
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