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Kaffee scheint das Risiko von Leberkrebs zu senken (Foto: Karl Dichtler/ pixelio.de)
Kaffee scheint das Risiko von Leberkrebs zu senken (Foto: Karl Dichtler/ pixelio.de)
Es gibt Inhaltsstoffe im Kaffee, die der Leber nutzen

Eine Analyse mehrerer Untersuchungen zum Thema Gesundheitswert von Kaffee hat ergeben, dass er bestimmte Stoffe enthält, die dem Körper nutzen können. Vor allem gibt es Substanzen, die Schäden von der Leber abhalten und Kaffeetrinker seltener an Leberkrebs erkranken lassen.

Wie uneinig die Meinung über die Gefahren oder den Nutzen von Kaffee sind, zeigt der Spiegel in seiner Berichterstattung. Am 6.6.2012 schreibt Spiegel Online: "Ernährungsstudie: Kaffee, die gesunde Sünde." Am 3.4.2013 meldet Spiegel Online dagegen: "Kaffee: Zu viel Koffein schadet der Gesundheit." Ganz einfach scheint es jedenfalls nicht zu sein, genau einzuordnen, ob Kaffee nun eher gut oder eher schlecht ist. Eines kristallisiert sich aber heraus: Bis zu vier Tassen Kaffee am Tag schaden der Gesundheit nicht.

Noch etwas anderes scheint sich zu bestätigen: Kaffee reduziert das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken. Insgesamt wurden dazu 16 Studien mit insgesamt 3153 an Leberschäden erkrankten Personen ausgewertet. Dabei stellte sicher heraus, dass Kaffeetrinker seltener an Leberkrebs - genau genommen hepatozellulärem Karzinom (HCC) - erkranken. Das HCC wird als die häufigste Form von Leberkrebs bezeichnet, es ist meist die Folge einer Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Infektion oder von Alkoholismus.

Im Durchschnitt verminderte Kaffee das Risiko an Leberkrebs zu erkranken um 40% im Vergleich zu denjenigen, die nie Kaffee tranken. Es erwies sich auch, dass mit der Zunahme des Kaffeegenusses - eine Tasse Kaffee pro Tag galt als wenig, drei Tassen am Tag als hoher Verbrauch - das Risiko für eine Tumorerkrankung der Leber sank. Ganz klar ist den Wissenschaftlern aber nicht, ob Kaffee alleine oder zusätzlich für diese Risikominderung verantwortlich ist.

Auch nicht geklärt ist bisher, was am Kaffee so gut für die Leber ist. Die Wissenschaftler sagen, dass in Kaffee mehr als 1000 verschiedene Stoffe enthalten sind. Viele davon sind Aromastoffe, die erst beim Rösten entstehen. Das Koffein beispielsweise kurbelt den Leberstoffwechsel an. Die Fettstoffe Cafestol und Kahweol sollen Antioxidantien sein. Das soll im übrigen auch für Chlorogen- und Kaffeesäuren gelten, die als Polyphenole zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen.
 
Berliner Ärzteblatt 25.10.2013/ Quelle: Clinical Gastroenterology and Hepatology 2013

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