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Tomaten enthalten den Pflanzenstoff Lycopin, der das Risiko von Prostatakrebs vermindern soll  (Foto: freeimages Image ID: 1053750)
Tomaten enthalten den Pflanzenstoff Lycopin, der das Risiko von Prostatakrebs vermindern soll (Foto: freeimages Image ID: 1053750)
Tomaten sind natürliche Waffe gegen Prostatakrebs

Schon seit einiger Zeit beschäftigen sich Mediziner mit der Frage, inwieweit die Ernährung bei der Entstehung von Krebs mithilft oder andersherum, ob eine bestimmte Ernährung vor Krebs schützen kann. Jetzt liegt eine neue Studie vor, die belegen will, dass Lycopen (Lycopin), das ist ein Pflanzenstoff, der den Tomaten ihre rote Farbe verleiht und deshalb in ihnen in hohen Konzentrationen gefunden wird, das Risiko für Prostatakrebs vermindern kann.

Der World Cancer Research Fund und ads American Institute for Cancer haben Ernärhungsempfehlungen heraus gegeben, um die Gefahr für eine Prostatakrebs-Erkrankung zu senken. Zu diesen Empfehlungen gehört, hohe Mengen von Kalzium, kommt vor allem in Milchprodukten vor, und Cadmium, vor allem im Zigarettenrauch, in Pilzen, Getreide, Reis, Muscheln sowie Schweine- und Rinderleber zu finden, zu meiden. Hohe Mengen von Kalzium sollen das Prostatakrebsrisiko um 39% und Cadmium um 14% erhöhen.

Als gegen Prostatakrebs vorbeugend führen die beiden Organisationen Selen und Lycopen an. Selen, das in hohen Konzentration in Kokosnüssen, Steinpilzen, Hering, Thunfisch, Weizenkeimen, Paranüssen, Weizenkleie und auch anderen Lebensmitteln anzutreffen ist, wirklich schützt, ist ein wenig umstritten. Es gibt nämlich durchaus gegenläufige Studien, die einen melden eine Schutzwirkung, in anderen erhöht sich dagegen das Risiko bei Einnahme von Selen-Präparaten.

Unumstritten scheint dagegen die präventive Wirkung von Lycopen gegen Prostatakrebs zu erweisen. Bei ihren Untersuchungen stellten die Wissenschaftler der Universität von Bristol fest, dass der Verzehr von Tomaten die Gefahr einer Prostatakrebs-Erkrankung verminderte. Je mehr Tomaten gegessen wurden, desto höher fiel die Risikominderung aus. So ergab sich bei dem Verzehr von zehn Portionen Tomaten oder Tomatenprodukten in Woche eine Reduzierung der Erkrankungsgefahr von 18%. Bei einem Viertel dieser Menge sank das Risiko um bis zu 6%. 

Berliner Ärzteblatt 29.08.2014/ Quelle: Cancer Epidemiol Biomarkers

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