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Tomaten enthalten Stoffe, die Erkrankungen von Herz und Kreislauf aufhalten können (Foto: stck.xchng, Image ID: 1400835)
Tomaten enthalten Stoffe, die Erkrankungen von Herz und Kreislauf aufhalten können (Foto: stck.xchng, Image ID: 1400835)
Wie Tomaten den Schlaganfall stoppen

Tomaten sind wahre Gesundheitsbomben. Sie enthalten 13 Vitamine, 17 Mineralstoffe und jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe. Darunter auch das Lycopin, das zu den Carotinoiden gehört, das der Tomate die rote Farbe verleiht. Und besonders dieses Lycopin hilft unserer Gesundheit, weil es bestimmte Krankheitserreger unschädlich machen kann. Eine neue Studie belegt nun, dass Tomaten das Risiko für einen Schlaganfall reduzieren können.

Lycopin ist der Stoff, der gegen Diabetes, Osteoporose und Unfruchtbarkeit wirkt. Es wird ihm auch nachgesagt, Krebs - insbesondere Prostatakrebs - aufzuhalten, aber das ist sehr umstritten. Ganz und gar nicht umstritten ist, dass Lycopin Probleme mit Herz und Kreislauf mildert. Finnische Wissenschaftler der Universität von Ost-Finland haben bei ihrer Studie verschiedene Antioxidantien wie Tocopherol und Karotin untersucht. Doch nur bei Lycopin ermittelten sie eine positive Auswirkung auf einen Gehirninfarkt.

Überwacht wurden 1031 Männer im Alter von 46 - 65 Jahren über einen Zeitraum von durchschnittlich etwas über 12 Jahren. In dieser Zeit traten 67 Schlaganfälle auf. Es stellte sich heraus, dass diejenigen Männer mit der höchsten Lycopinkonzentration im Blut um 55 bis 59% weniger von Hirninfarkten betroffen waren als die Männer, die nur wenig Lycopin im Blut aufwiesen.

Andere Studien haben bereits nachgewiesen, dass die tägliche Verzehrmenge von 250 Gramm Tomaten, die richtige ist, um die gesundheitlichen Vorzüge auskosten zu können. Wichtig ist auch, dass es sich um Tomaten handelt, die an der Pflanze gereift sind. Außerdem ist der Lycopingehalt bei Freilandtomaten höher als bei Gewächshaustomaten.

Berliner Ärzteblatt 09.10.2012/ Quelle: Neurologe; doi: 10.1212/WNL.0b013e31826e26a6

Weitere Informationen:
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