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Einen hohen Anteil der Vitamin D-Bildung müssen wir über die Haut decken - also durch häufigen Aufenthalt im Freien und in der Sonne (Foto: Stck.xchng)
Einen hohen Anteil der Vitamin D-Bildung müssen wir über die Haut decken - also durch häufigen Aufenthalt im Freien und in der Sonne (Foto: Stck.xchng)
DGE empfiehlt neuen Referenzwert für Vitamin D

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) will einen neuen Referenzwert für die Vitamin D-Zufuhr etablieren. Dieser Schätzwert liegt um einiges über den bisherigen Empfehlungen. Begründung: Die Bevölkerung sei nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt.

Vitamin D ist wichtig für den Menschen. Es sorgt für die Gesundheit der Knochen, verhindert Muskelabbau, Erkältungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma und Diabetes. Vitamin D soll Einfluß auf Krebserkrankungen haben. Laut einer Studie haben drei von vier Krebspatienten zu wenig Vitamin D, wobei der Mangel umso deutlicher ausfällt, je fortgeschrittener der Tumor ist. In der Untersuchung des Commonwealth Medical College zeigten von den 160 untersuchten Patienten mit Brust-, Prostata-, Lunge-, Schilddrüsen- und Darmkrebs 77 Prozent Vitamin-D-Defizite.

Neuer Richtwert: 20 µg pro Tag
Die DGE bemängelt, dass 60 Prozent der Bevölkerung in Deutschland nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. Deshalb hat sie die Menge an Vitamin D, die man täglich zu sich nehmen soll, erhöht: Der Wert liegt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene jetzt bei 20 µg pro Tag (1µg = 1/1000 mg) und ist damit viermal so hoch wie bisher. Für Senioren hat sich dieser Wert verdoppelt.

Der Körper erhält Vitamin D auf zwei Wegen, zum einen mit der Nahrung. Es gibt allerdings nur wenige Vitamin D-reiche Lebensmittel. Dazu zählen vor allem Fettfische wie Hering und Makrele, aber auch Leber, Lebertran, Eigelb, einige Speisepilze und mit Vitamin D angereicherte Margarine. Zum anderen kann der Körper dieses Vitamin mit Hilfe des Sonnenlichts in der Haut selbst bilden, insbesondere in den sonnenreicheren Monaten von April bis September. Übrigens: Ältere Personen und Menschen mit dunkler Hautfarbe bilden weniger Vitamin D. Auch Sonnenschutzcremes hemmen die Bildung zu 90 Prozent.

Viel im Freien aufhalten
Laut DGE nehmen Jugendliche und Erwachsene mit Lebensmitteln nur 2 bis 4 µg Vitamin D am Tag zu sich. Damit werde der Schätzwert für die Zufuhr längst nicht erreicht. Den "Rest" (rund 16 bis 18 µg Vitamin D) müsse der Verbraucher über die Vitamin D-Bildung in der Haut decken - also durch häufigen Aufenthalt im Freien. Oder - und das wird die Pharmaunternehmen freuen - durch Vitamin-D-Präparate. Doch ob gerade das der richtige Weg ist, dagegen gibt es immer mehr Vorbehalte. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt bereits seit geraumer Zeit vor der Einnahme besonders hoch dosierter Vitamine. Daher sei es ratsam, lieber einen Arzt zu konsultieren, anstatt wahllos Tabletten einzunehmen.

wanc 20.01.2012/ Quelle: aid, TÜV Rheinland
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