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Foto: josef T-Rezaie
Die hormonaktive Substanz Bisphenol A kann bei Männern zu Erektionsstörungen führen (Foto: josef T-Rezaie)
Bisphenol A: Verusacht Sexprobleme bei Männern

Der in die Kritik geratene Plastik-Grundstoff Bisphenol A (BPA) kann bei Männern zu Erektionsstörungen und anderen sexuellen Problemen wie Ejakulationsproblemen führen. Noch immer wird die hormonaktive Substanz in großen Mengen produziert.

„Bisphenol A gehört zu den rund 150 Substanzen, die hormonaktiv wirken", erklärt der Innsbrucker Umweltmediziner Klaus Rhomberg. Sie findet sich in sehr vielen Gebrauchsgegenständen aus Kunststoff, da es ein Ausgangsstoff für Polycarbonat ist. Die Substanz ist in Babyflaschen, Lebensmittelverpackungen, in CDs und Zahnfüllungen enthalten und lässt sich auch in Wasser oder im Hausstaub nachweisen. Jährlich werden mehr als drei Mio. Tonnen davon hergestellt.

„Die Trägersubstanzen aus Kunststoff sind biologisch nicht aktiv. Da Plastik aber nichts Festes ist und mit der Zeit zerfällt - dazu reicht bereits ein Kontakt mit Flüssigkeiten - geht die Substanz in Lösung und kann so in den menschlichen Organismus gelangen", erklärt der Umweltmediziner. Erst kürzlich war der Stoff als Bestandteil von Schnullern in die Kritik geraten. Darauf hin haben die meisten Hersteller einen Verzicht auf Bisphenol A angkündigt, manche sogar schon umgesetzt.

Das kalifornische Gesundheitsinstitut Kaiser Permanente untersuchte 634 chinesische Fabriksarbeiter fünf Jahre lang. Bei der Gegenüberstellung der 230 Beschäftigten aus der Kunststofffertigung mit 400 aus anderen Branchen zeigte sich, dass Mitarbeiter von BPA-Werken vier Mal häufiger Erektionsstörungen und über siebenmal eher Ejakulationsprobleme als die anderen Beschäftigten hatten. „Kein Wunder", kommentiert Rhomberg, „wahrscheinlich war auch die Spermienzahl bei den Betroffenen deutlich reduziert."

Allerdings: Die Belastung mit Bisphenol A in den Fabriken war sehr hoch war, betonte Studienautor De-Kun Li. Inwieweit sich niedrigere Belastungen auf den Organismus auswirken, müsse noch überprüft werden. De-Kun Li stellt sich die Frage, ob es ein „sicheres Maß" des Stoffes gebe und wie hoch das sei.

WANC 16.11.09/ Quelle: Human Reproduction/ pte

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