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Scheidung erhöht das Risiko für Übergewicht bei den Kindern

Scheidungskinder leiden häufiger an Übergewicht. Vor allem Jungen scheint die Trennung der Eltern zu beeinflussen, denn sie sind von Gewichtsproblemen  besonders betroffen.

Untersucht haben Wissenschaftler über 3000 Schulkinder - 1537 Mädchen, 1629 Jungen - im Durchschnittsalter von acht Jahren aus 127 Schulen in ganz Norwegen. 19% der Kinder hatten Übergewicht, 8,9% wurden als stark übergewichtig (Adipositas) bezeichnet. Tendenziell waren mehr Mädchen als Jungen von Übergewicht betroffen.

Kinder, deren Eltern geschieden waren, waren häufiger übergewichtig oder adipös als Kinder aus bestehenden Ehen. So lag die Wahrscheinlichkeit von Scheidungskindern, Übergewicht zu haben, um durchschnittlich 54% über der von Nicht-Scheidungskindern und war um durchschnittlich 89% höher, Adipositas zu haben. Das Risiko von Jungen war höher: Sie waren zu 63% häufiger von Übergewicht und zu 104% häufiger von starkem Übergewicht betroffen. Im übrigen: Kinder, deren Eltern niemals verheiratet waren, hatten kein erhöhtes Risiko.

Die Wissenschaftler liefern keine eindeutige Erklärung für diesen Sachverhalt. Sie vermuten aber, dass es mehrere Gründe geben könnte: Kinder mit geschiedenen Eltern verbringen weniger Zeit mit gemeinsamen Aktivitäten wie Kochen, Spielen, etc.. Besonders Kinder von Alleinerziehenden Müttern müssen oft mit einem geringeren Haushaltseinkommen auskommen, was auch zur Verwendung fertigen Mahlzeiten oder Fast-food führe. Hinzu käme eine größere Stressbelastung aus einer sich veränderten Eltern-Kind-Beziehung, den Konflikten zwischen den Ex-Ehepartnern, häufigere Umzüge usw.

Berliner Ärzteblatt 03.07.2014/ Quelle: bmjopen

Familärer Stress ramponiert das Immunsystem von Kindern

 
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