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Umweltbelastungen - wie Straßenlärm und Feinstaub - gefährden sozial Schwächere mehr (Foto: BBC)
Umweltprobleme: Sozial Schwächere stärker gefährdet

Menschen mit einem niedrigeren sozialen Status leiden häufiger unter den Belastungen der Umwelt – wie Straßenlärm oder Feinstaub – als sozial stärker gestellt Schichten. Die tatsächlichen wie gefühlten Einflüsse wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Wer arm ist, lebt häufiger in einer Umwelt, die krank machen kann. Das belegen sozial- und umweltepidemiologische Studien: Sozial Schwächere wohnen in Deutschland beispielsweise häufiger an stark befahrenen Haupt- oder Durchgangsstraßen und sind Lärm und Abgasen so stärker ausgesetzt als sozial besser gestellte Menschen. Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislaufstörungen und Schlafstörungen können mögliche Folgen sein.

„In Deutschland entscheidet der soziale Status mit darüber, ob und wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter Lärm oder Umweltschadstoffen leiden. Bildung oder Einkommen beeinflussen die Wohnbedingungen, Lebensstile und damit die Gesundheitsrisiken der Menschen. Sozial Schwächere sind von Umweltproblemen vielfach stärker betroffen – das muss sich ändern“, erregt sich der Vizepräsident des Umweltbundesamtes (UBA) Dr. Thomas Holzmann.

Bereits im vergangenen Jahr stellte das UBA Ergebnisse seines Kinder-Umwelt-Surveys vor und wies auf die ungleiche soziale Verteilung der Umweltbelastungen in Deutschland hin: 3- bis 14-jährige Kinder aus sozial schwächeren Familien sind unter anderem stärker mit Tabakrauch und Blei belastet. Allerdings tragen Kinder aus sozial besser gestellten Familien unter anderem eine höhere Last an chlororganischen Verbindungen in sich; zum Beispiel polychlorierte Biphenyle (PCB) und Dichlordiphenyldichlorethylen (DDE).

Aus den Studien ergibt sich beispielsweise, dass Die subjektive Einschätzung sowie die tatsächliche Belastung durch Straßenverkehr und verkehrsbedingte Luftschadstoffe in Deutschland bei Menschen mit niedrigem sozialem Status generell höher sind. Je niedriger der Bildungsstand, die berufliche Stellung, das Einkommen und die soziale Schicht der Menschen sind, desto häufiger liegt der Wohnort an extrem stark oder stark befahrenen Straßen. Außerdem haben sie eine höhere objektive Fluglärmbelastung und fühlen sich tags und nachts durch Straßenverkehr stärker belästigt als Menschen
mit höherem sozioökonomischem Status.
 
WANC 07.08.08/ Quelle: UmweltMedizinischer InformationsDienst (UMID): „Umweltgerechtigkeit – Umwelt, Gesundheit und soziale Lage“ 2/2008“

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