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Arbeitslos: Mehr rauchen, weniger Sport, häufiger zum Arzt
Arbeitslosigkeit macht krank

Arbeitslose geben einen schlechteren Gesundheitszustand als Berufstätige an und nehmen häufiger medizinische Leistungen in Anspruch. Laut einer vom Robert Koch-Institut durchgeführten repräsentativen Gesundheitsstudie bei 7124 erwachsenen Bundesbürgern geben Arbeitslose einen ungünstigeren Gesundheitszustand an und leben weniger gesundheitsbewusst.

Zum Beispiel rauchen 49 Prozent der arbeitslosen Männer täglich. Bei den berufstätigen Männern sind es nur 34 Prozent. Wöchentlich eine Stunde Sport treiben nur 30 Prozent der Arbeitslosen, im Vergleich zu etwa 40 Prozent der Berufstätigen. Nach ihrer persönlichen Einschätzung verfügen Arbeitslose über einen deutlich schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand. Das Risiko für einen weniger guten oder schlechten Gesundheitszustand erhöht sich dabei in Abhängigkeit von der Dauer der Arbeitslosigkeit.

Auch im Hinblick auf die Inanspruchnahme von ambulanten ärztlichen Leistungen zeigt die Studie Unterschiede: Die Inanspruchnahme ist bei Arbeitslosen höher als bei Berufstätigen. Eine Analyse aktueller Krankenkassendaten ergab, dass sich ein vergleichbares Ergebnis für die Inanspruchnahme stationärer Leistungen zeigt. Bezogen auf einzelne Diagnosen oder Diagnosegruppen, bestehen erhebliche Unterschiede in der Krankenhausverweildauer von Arbeitslosen und Berufstätigen.

WANC 27.02.03

Weitere Informationen: Das Themenheft "Arbeitslosigkeit und Gesundheit" kann kostenlos schriftlich angefordert werden:
R
obert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung, Seestraße 10, 13353 Berlin, Fax 01888 - 754-3513, E-Mail gbe@rki.de.

RKI

 
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