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Armut bedeutet meist, häufiger krank zu sein und früher zu sterben
Wer arm ist, stirbt eher

Armut erhöht das Sterberisiko. Darauf nimmt aber nicht nur ein ungünstigeres Gesundheitsverhalten Einfluß. Auch die gesamte Lebensituation, wie Arbeitslosigkeit, Wohnverhältnisse usw., trägt zum Risiko des früheren Todes bei.

Bei Männern und Frauen aus unteren sozialen Schichten ist das Risiko im Alter zwischen 31 und 69 zu sterben mehr als doppelt so hoch wie bei Angehörigen höherer sozialer Schichten. Statistische Auswertungen zeigen, dass die geringere Lebenserwartung ärmerer Menschen teilweise durch ungünstigeres Gesundheitsverhalten (höherer Zigaretten- und Alkoholkonsum, öfter Übergewicht, geringe sportliche Aktivität, seltenere Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen, unregelmäßiges Frühstück) erklärt werden kann.

"Das Sterberisiko ist aber auch unabhängig vom Gesundheitsverhalten in den unteren sozialen Schichten deutlich erhöht", sagt Stephan Müters, wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Berlin. Das bedeutet, dass über das Gesundheitsverhalten hinaus Faktoren der materiellen und persönlichen Lebenssituation (zum Beispiel im Beruf, Arbeitslosigkeit) einen Einfluss auf das Sterberisiko haben.

Ermittelt wurden diese Ergebnisse im Rahmen des Projektes "Objektive und subjektive Gesundheit in Deutschland". Anhand von Daten des Lebenserwartungssurveys des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung wurde das Sterberisiko von 3.497 Männern und 3.200 Frauen zwischen 31 und 69 Jahren analysiert werden. Diese wurden 1984 unter anderem zu ihrer sozioökonomischen Lage und zu ihrem Gesundheitsverhalten befragt. Bis zum Jahr 1998 waren von diesen Befragten 616 Männer und 285 Frauen verstorben.

WANC 21.07.05
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