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Foto: Klinikum rechts der Isar der TU München
Bei 20 der 194 Qualitätsindikatoren wird das Ziel nicht erreicht (Foto: Klinikum rechts der Isar der TU München)
Krankenhäuser: Noch immer Defizite in der Behandlungsqualität

Die Krankenhausversorgung in Deutschland hat sich verbessert. Dennoch gibt es noch Defizite.  Der Qualitätsreport 2007 der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) sieht bei 20 der insgesamt 194 überprüften Indikatoren noch einen "besonderen Handlungsbedarf".

Der BQS-Qualitätsreport zeigt, dass die deutschen Krankenhäuser eine Versorgung auf hohem Qualitätsniveau gewährleisten. „Der Trend zur Verbesserung der Krankenhausergebnisse ging 2007 ungebrochen mit hoher Dynamik weiter. Die Verbesserungsmaßnahmen greifen also. Trotzdem fallen immer wieder einzelne Krankenhäuser auf, die das geforderte Qualitätsniveau nicht erreichen“, sagte Dr. Christof Veit, Geschäftsführer der BQS.

Allerdings gebe es in einigen Bereichen auch besonderen Handlungsbedarf. „Bei 20 der 194 Qualitätsindikatoren erreichen wir im Gesamtergebnis unser Ziel nicht, oder es sind ungewöhnlich viele Krankenhäuser auffällig. Dieser Verbesserungsbedarf wird analysiert, und es werden möglichst effektive Lösungen gesucht“, erläuterte Veit.

Ein Beispiel ist die Messung der Sauerstoffsättigung im Blut bei Patienten mit einer Lungenentzündung – eine einfache und schnelle Messung, die nach Ansicht von Fachleuten spätestens acht Stunden nach der Einlieferung eines Patienten in ein Krankenhaus unbedingt erfolgen muss. Die Diagnose des Schweregrads der Lungenentzündung wird dadurch verlässlicher, die Behandlung sicherer. Zwar haben sich die Ergebnisse seit dem Jahr 2005 kontinuierlich verbessert, allein im Jahr 2007 um mehr als zehn Prozent auf 84,1 Prozent. Aber das Ziel von 95 Prozent ist bislang noch nicht erreicht. Durch Einbindung der zuständigen medizinischen Fachgesellschaften soll nun schnellstmöglich eine leitliniengerechte Versorgung flächendeckend sicher gestellt werden.

Weitere Defizite bestehen in der Geburtshilfe, bei gynäkologischen Operationen, in der Herzschrittmacher-Revision, bei Hüft-Endoprothesen-Erstimplantationen, hüftgelenknahen Femufrakturen (Brüchen), Knie-Totalendoprothesen-Erstimplantationen, der Koronarangiographie und perkutanen Koronarintervention sowie bei der Mammachirurgie.

Im Jahr 2004 wurden erstmalig Strukturierte Qualitätsberichte von den Krankenhäusern veröffentlicht. Die Qualitätsberichte der Krankenhäuser enthalten grundlegende Informationen eines Krankenhauses, z.B. wie Art und Anzahl der Leistungen oder Aktivitäten zum Qualitätsmanagement. Der Aufbau von Qualitätsberichten folgt einer festen Struktur.

Die Daten zur Behandlungsqualität in deutschen Krankenhäusern für das Jahr 2007 werden  auf 208 Seiten veröffentlicht. Der Bericht stellt die interessantesten Ergebnisse für 100 der 194 Qualitätsindikatoren aus 26 Bereichen des Krankenhausgeschehens dar. Sie basieren auf fast 3,6 Millionen Datensätzen von mehr als 1.600 Krankenhäusern.

WANC 26.11.08, Quelle: Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS)

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