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Minisonde zur drahtlosen Überwachung von Blutwerten
Bluthochdruck: Blutwerte per Funk

Diagnose und Therapieüberwachung bei Bluthochdruckpatienten können möglicherweise schon bald verbessert werden: Aachener Wissenschaftler haben eine Minisonde zur Langzeitmessung entwickelt. Die nur zwei Millimeter dicke Sonde misst Druck- und Temperaturwerte direkt in der Blutbahn und funkt sie an eine Lesestation, die der Patient am Körper trägt. Der Minisensor soll in zwei Jahren marktreif sein.

Die Sonde besteht aus einem Mikrochip in einer Silikonkapsel. Über eine Punktion am Gesäß wird sie mittels Katheter zu einer Arterienverzweigung knapp unter der Haut geschleust und ausgesetzt. Dort soll sie mit drei Haltebeinchen hängen bleiben. Der Mikrochip funkt zehnmal pro Sekunde die aktuellen Temperatur- und Blutdruckwerte an die Lesestation. Ihre Energie bezieht die Sonde über eine winzige Antenne aus den elektromagnetischen Wellen des Lesegerätes. Nach der Messung bleibt sie im Körper.

Die gespeicherten Daten kann der Arzt später auf einen Computer übertragen und auswerten. Anhand des Messverlaufs lassen sich auch Herzfrequenz und mögliche Herzrhythmusstörungen feststellen. Das neue Verfahren richtet sich vor allem an "Problempatienten" mit extrem hohem und schwer zu behandelndem Blutdruck. Die Langzeitmessung von bis zu einem halben Jahr kann die bisherige 24-Stunden-Messung mit einer Manschette ersetzen.

Einziges Manko bislang: die Reichweite der Funkkapsel. Sie ist mit nur drei Zentimetern zu kurz. Die Forscher denken jedoch, dass sich die Reichweite auf acht Zentimeter steigern lassen kann.

WANC

RWTH Aachen

 
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