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Freizeitsport: Wer sich dabei verletzt, ist oft nicht gegen die Folgen versichert (Foto: Hanuschke+Schneider)
Freizeitsportler nicht gesetzlich unfallversichert

Wer in seiner Freizeit Sport treibt, ist dabei in der Regel nicht gesetzlich unfallversichert. Zwar kommt die Krankenkasse für die Kosten der medizinischen Versorgung auf. Aber bleiben Folgeschäden, sind diese oft nicht gedeckt.

Gerade wenn Freizeitsportler Spitzenleistungen erbringen wollen, kommt es dabei leider häufig zu Verletzungen. Rund 1,5 Millionen Sportunfälle passieren im Jahr. Zahlreiche Sportler behalten nach einem Unfall schwere Schäden zurück und kommen in finanzielle Not.

Bei einem Sportunfall in der Freizeit zahlen die Krankenkassen zwar die Behandlung, aber die gesetzliche Unfallversicherung zahlt für Folgeschäden nichts. Sie springt nur dann ein, wenn ein Unfall während der Arbeit oder auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz passiert. Nur wenige Freizeitsportler wissen, ob und wie sie in einem Schadenfall versichert sind.

Wer in einem Verein Sport treibt, ist in der Regel dort unfallversichert. Die Versicherungsprämie dafür wird üblicherweise gleich mit dem Mitgliedsbeitrag gezahlt. Wer ohne Verein sportlich aktiv ist, muss sich um seinen Versicherungsschutz selbst kümmern. Egal ob im Verein, oder privat beim Inlineskaten, Radfahren oder Joggen: Wer das ganze Jahr über Ausdauersport treibt und sich nicht zu viel zumutet, mindert seine Unfallgefahr.

Im übrigen: Wer in seiner Freizeit beim Sport einen Unfall erleidet, der hat Anspruch auf Lohnfortzahlung. Wie bei anderen Erkrankungen muß der Arbeitgeber sechs Wochen lang den Lohn weiter zahlen. Danach gibt es Krankengeld. Ausnahme: Wenn der Unfall bei einer besonders gefährlichen Sportart geschieht, die für den betreffenden Arbeitnehmer mit unbeherrschbaren Risiken und einer besonders hohen Verletzungsgefahr verbunden ist. Ob eine solche Einschränkung im Einzelfall vorliegt, ist in der Regel heftig umstritten und wird meist von den Gerichten entschieden.

WANC 18.08.04/DAK
Verbrauchernews

MDR

 
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