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Ergebnis der Umfrage zur Krankenversicherung: Chaotische Gesundheitspolitik

Wir wollten von den Nutzern der Medizinauskunft wissen, was sie von der Lage in der Gesetzlichen Krankenversicherung halten. Der Grundtenor der Antworten: Die meisten fühlen sich verschaukelt.

Die Kosten der Gesetzlichen Krankenversicherung sind zu hoch. Unser Gesundheitswesen ist unbezahlbar geworden. Diese Meinungen verbreiten Politiker genauso wie Ärzte, Pharmaunternehmen und Krankenkassen. Seit Anfang des Jahres hat sich deshalb für die Versicherten einiges geändert. Vor allem müssen sie meist mehr zahlen.

So wurde die Praxisgebühr in Höhe von 10 Euro pro Quartal mit dem Ziel eingeführt, die Beiträge zu senken. Doch nur einige Kassen sind preisgünstiger geworden, bei vielen haben sich die Beitragssätze kaum verändert und ein paar sind sogar teurer geworden. 83% der Befragten fühlen sich betrogen. Und nur 16% meinen, dass sich das nun einmal nicht ändern lasse, um die Verluste der Kassen abzubauen.

83% sind auch der Meinung, dass das Verhältnis von Kosten und Leistungen nicht mehr stimmt. Und wenn es um Rechte und Pflichten geht, sagen 47%, dass man zwar immer mehr zahlen muß, dafür aber immer weniger bekommt und 45% sind der Ansicht, dass die sozial Schwachen mal wieder zur Kasse gebeten werden.

Wie beurteilen die Nutzer die Gesundheitspolitik der Regierung? 58% finden sie chaotisch und ohne Konzept und 20% einfach nur schlecht. Gerade 19% fügen sich in das Unausweichliche und sagen, dass es zwar weh tut, die Einschnitte aber notwendig sind.

Und was erwartet man von der Opposition? Hat sie die besseren Rezepte? 57% glauben nicht daran, 20% sehen keinen Unterschied und nur 15% erwarten sich mehr von ihr.

WANC 03.08.04

Ergebnisse der Umfrage im Detail

 
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