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Beim ersten Arztbesuch pro Quartal wird sie fällig: Die Praxisgebühr
Praxisgebühr: Manche wollen einfach nicht zahlen

Die Anfang des Jahres eingeführte Praxisgebühr sorgt immer noch für Unruhe. Denn einige Versicherte scheinen nicht gewillt zu sein, die 10 Euro zu bezahlen. Trotz Mahnung. Jetzt laufen die ersten Gerichtsverfahren an.

Etwa 350.000 Versicherte weigern sich mit allen Mitteln, die fällige Praxisgebühr für den Arztbesuch zu bezahlen. Diese Zahl meldet die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Wie die Wirtschaftswoche schreibt, soll es sich dabei vor allem um die Praxisgebühr bei ambulanten Krankenhausbehandlungen handeln.

Der Bild-Zeitung hatte ein Vertreter der KBV gesagt, dass bisher in einem Fall tatsächlich Klage erhoben worden sei. Dadurch entstünden den betroffenen Patienten "Zusatzkosten von mehreren hundert Euro". Allerdings: Selbst die Zahl von 350.000 liegt angesichts der rund 72 Millionen versicherten Personen in Deutschland bei einem verschwindend geringen Anteil.

Die Zahl derer, die von Zuzahlungen befreit ist, beträgt im laufenden Jahr 4,3 Millionen, verlautet das Bundesgesundheitsministerium. Seit Anfang des Jahres beläuft sich die Zuzahlungsgrenze für chronisch Kranke auf ein Prozent der Jahreseinkünfte. Bei allen anderen Patienten sind es zwei Prozent. Damit haben die neuen Bestimmungen dafür gesorgt, dass weniger Versicherte in den Genuß von Befreiungen kommt. Denn im vergangenen Jahr waren noch rund 12 Millionen Patienten von den Zuzahlungen ausgenommen.

WANC 13.12.04
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