Krankenversicherung
Patientenrecht
Gesundheitspolitik
Rat
 
 

Versichertenkarte
AOK Bayern: Machte den Anfang und erhöhte den Beitrag gleich um 0,9 Prozentpunkte
Krankenkassen: Jetzt kommen die Erhöhungen

Die Kassen machen wahr, was sie seit einiger Zeit angekündigt haben. Sie erhöhen die Beiträge – manche noch moderat, andere langen richtig hin.

Jetzt geht es los. Die AOK Bayern machte den Anfang. Ab Januar bittet sie ihre Versicherten stärker zur Kasse. Der allgemeine Beitragssatz für die 4,1 Millionen Versicherten steigt von 13,6 Prozent auf 14,5 Prozent. Die größte Krankenkasse Bayerns begründete die Beitragsanhebung mit dem verminderten Steuerzuschuss, der erhöhten Mehrwertsteuer und der allgemeinen Kostenentwicklung bei den Gesundheitsleistungen.

Wohl ein halbes Dutzend Krankenkassen ziehen mit ähnlich lautenden Begründungen nach. Spitzenreiter ist dabei laut Wirtschaftswoche die brandenburgische, die ihren Beitragssatz um 1,3 Prozent von 13,6 auf 14,9 Prozent erhöht. Die AOK Saarland langt immerhin mit 1,2 von 14,6 auf dann satte 15,8 Prozent zu.

Neben vielen Landes-AOKen hat auch schon die Gmünder Ersatzkasse (GEK) eine Anhebung der Beiträge um moderate 0,3 auf 13,9 Prozent angekündigt. Die Techniker Krankenkasse (TK) wird auch um 0,3 auf 13,5 Prozent zulegen. Die Kaufmännische Krankenkasse KKH wird 0,7 mehr und dann 13,9 Prozent verlangen.

Weitere Kassen werden mit Sicherheit folgen. Barmer (BEK) und Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) haben bereits angekündigt, dass sie über Beitragserhöhungen noch in diesem Jahr entscheiden werden.

In der Politik sorgen die Steigerungen für unterschiedliches Echo. Während Bayerns Sozialministerin Christa Stewens die Erhöhung der AOK-Bayern genehmigen will, regt sich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt darüber auf. Sie kündigte eine genaue Prüfung aller Erhöhungen durch die jeweilige Landesaufsicht an, weil sie nicht glaubt, dass derart große Beitragszuwächse wie bei den AOKen notwendig ist. Stewens dagegen verteidigt die bayerische Kasse und mahnt Schmidt an, sich besser mit der finanziellen Situation der Kassen auseinanderzusetzen. Mann können nicht die Entschuldung der Kassen fordern und gleichzeitig Beiträge senken.

WANC 20.12.06

Krankenkassenbeiträ- ge: Schon bald über 15%

Krankenkassen erhöhen Beiträge

 
Seite versenden  
Seite drucken