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Abrechnungsmanipulation: Schwarze Schafe heraus finden
Abrechnungsbetrug: KKH ermittelt 1 Mio. Euro

Abrechnungsbetrug in Höhe von einer Mio. Euro hat die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) im vergangenen Jahr festgestellt.

Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat allein im Jahr 2005 deutschlandweit Abrechnungsmanipulation in Höhe von knapp einer Million Euro aufgedeckt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der durch Abrechnungsbetrug entstandene Schaden damit verdoppelt. Insgesamt konnte die KKH im Jahr 2005 mehr als 730 Betrugsfälle abschließend bearbeiten.

Das gestiegene Schadensvolumen verdeutlicht die Fortschritte bei der Verfolgung von Straftaten zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). "Dies zeigt, dass die Bekämpfung von Abrechnungsbetrug erfolgreich verläuft und unsere Kontrollmechanismen greifen", so Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH. "Die große Mehrheit unserer Partner rechnet vertragsgemäß ab. Umso wichtiger ist es, Manipulationsversuchen von Einzelnen frühzeitig und konsequent zu begegnen."

Die KKH hat im März 2001 als erste bundesweit tätige Krankenkasse einen Arbeitsbereich eingerichtet, der sich ausschließlich der Bekämpfung von Abrechnungsmanipulation widmet. Mit dem Inkrafttreten des GKV-Modernisierungsgesetzes im Jahr 2004 wurde die Einrichtung solcher Stellen vom Gesetzgeber allen Krankenkassen verpflichtend vorgeschrieben.

Seit 2001 konnte die KKH fast 2.900 Fälle von Abrechnungsbetrug abschließend bearbeiten. Insgesamt hat sich in dieser Zeit eine Forderungssumme von 2,5 Millionen Euro ergeben. Mehr als 1.300 Fälle befinden sich derzeit in laufender Bearbeitung. Kailuweit: "Grundsätzlich wird jeder Schaden geltend gemacht. Leider sehen wir aber nur einen Teil des Geldes wieder. Wenn die Täter zahlungsunfähig sind, ist eine Durchsetzung der Ansprüche entweder gar nicht oder nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung möglich." Dennoch sei auch in diesen Fällen ein konsequentes Vorgehen angezeigt - allein schon wegen der erheblichen präventiven Wirkung.

WANC 26.01.06

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