Klima für Gesundheit

Das Klima beeinflußt das gesundheitliche Wohlbefinden. Bestimmte Wetterlagen können Krankheiten verstärken oder abmildern.

Zwar macht das Wetter an sich nicht krank, aber mit zunehmendem Alter reagiert man mehr darauf, vor allem auch bei organischen Vorschäden, so Diplom-Geografin Monika Mohr vom Deutschen Wetterdienst in der 'Neue Apotheken Jllustrierte'.

Auf Menschen, die unter Herz-Kreislauf-Krankheiten leiden, wirken sich Wetterwechsel mitunter ungünstig aus. "Wenn wir Warmluft in der Höhe, so genanntes Aufgleiten, haben", so Mohr, "beeinträchtigt das die Befindlichkeit dieser Menschen."

Es ist außerdem bekannt, dass bei bestimmten Wetterlagen die Neigung zum Infarkt deutlich erhöht ist. Auch Föhnwetterlagen mit plötzlichen warmen Luftströmen können Herz, Kreislauf und Psyche belasten, genauso extreme Temperaturen. Krampfartige Migräneattacken können durch Kaltluftvorstöße ausgelöst werden.

Das gilt übrigens auch für Nierenkoliken. Allergene wie Pollen belasten die Atemwege, genauso auch Luftschadstoffe sowie bestimmte Klimabedingungen. Das bekommen besonders Menschen zu spüren, die an Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronischer Bronchitis leiden.

Nicht jeder, der in einer für ihn klimatisch ungünstigen Lage wohnt, kann jederzeit dort wegziehen. Wenn allerdings eine Wohungssuche oder ein Wohnortwechsel ohnehin ansteht, dann könnten Eltern, deren Kinder beispielsweise unter Asthma leiden, den Wohnsitz klimatisch günstig wählen.

Über passende Klimabedingungen informiert die Wohnortberatung des Deutschen Wetterdienstes. "Wir wissen", so Mohr, "ziemlich genau wo sich in Deutschland Gebiete befinden, in denen man bei bestimmten Leiden bevorzugt seinen Wohnsitz nehmen sollte."

WANC 02.05.05
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