Sicher im Garten arbeiten
Zehn Tipps für sichere Gartenarbeit

Mit dem Frühlingsanfang beginnt auch die Saison für die Hobbygärtner. Häufig wird allerdings nicht bedacht, dass es bei der Gartenarbeit auch zu gesundheitlichen Gefährdungen kommen kann - von Atemwegsbelastungen über Hautreizungen bis hin zum Bandscheibenvorfall.

Das Berufsgenossenschaftliche Institut für Arbeitsschutz (BIA) rät deshalb zu folgenden zehn Tipps für gesunde
Gartenarbeit:
   
1. Leitern sollten sicher aufgestellt und richtig benutzt werden: Keine Akrobatik mit zu kleinen Leitern. Beschädigte Leitern sofort austauschen. Leitern sollten immer ein GS- oder BG-Zeichen für geprüfte Sicherheit tragen.
   
2. Überprüfen Sie sorgfältig, ob motorisierte Gartengeräte unbeschädigt sind, bevor Sie sie nach der Winterpause in Betrieb nehmen. Auch Gartengeräte sollten immer ein Prüfzeichen für geprüfte Sicherheit (GS) tragen.
  
3. Vergewissern Sie sich, dass Kabel, Kabeltrommeln usw. für den Einsatz im Freien geeignet und die Isolationen unbeschädigt sind.
  
4. Greifen Sie bei Pannen nie in das noch laufende Gerät; ziehen Sie immer vorher den Netzstecker. Überlassen Sie Reparaturen grundsätzlich dem Fachmann.
  
5. Prüfen Sie genau, ob der Einsatz von Gartenchemikalien (Pflanzenschutz- und Düngemittel, Unkrautvernichter usw.) wirklich erforderlich ist; erkundigen Sie sich nach gesundheitlich und ökologisch unbedenklichen Alternativen.
   
6. Verwenden, lagern und entsorgen Sie Gartenchemikalien nur streng nach Anleitung: Lesen Sie die Gebrauchsanweisung und fragen Sie nach dem Sicherheitsdatenblatt des Produktes. Halten Sie Kinder von Gartenchemikalien und -gerätschaften fern: Der Geräteschuppen und frisch gedüngte oder mit Unkrautvernichter behandelte Rasenflächen sind kein Spielplatz!
  
7. Arbeiten Sie nach Möglichkeit immer mit Schutz: Handschuhe und Hautschutzcremes schützen vor direktem Kontakt mit ätzenden Gartenchemikalien und vor mechanischen Verletzungen; eine Schutzbrille schützt vor giftigen Spritzern, Staub, Steinen und aufpeitschenden Ästen; feste Schuhe verhindern unfreiwilliges Stolpern und Ausrutschen.
   
8. Achten Sie auf Ihren Rücken: Vermeiden Sie gebückte Arbeitshaltung, nutzen Sie Hebe- und Tragehilfen (z.B. Sackkarren) für den Transport von Gartenkübeln, Säcken mit Blumenerde usw.
  
9. Sorgen Sie für eine regelmäßige Auffrischung Ihrer Tetanus-Impfung und fragen Sie Ihren Arzt nach der Notwendigkeit einer Zeckenbissimpfung.
  
10. Machen Sie Ihren Garten nicht zum zweiten Arbeitsplatz: Nutzen Sie ihn vor allem zur Erholung und zum Stressabbau.

WANC 08.04.04

 
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