Handys erzeugen hochfrequente Strahlung, die beim Telefonieren zum Teil im Körper absorbiert wird
Handys: Strahlenbelastung senken

Bisher gibt es zur Bewertung der Gesundheitsgefahren durch Handystrahlung gegensätzliche Meinungen der Wissenschaftler. Sowohl für die Gefahrlosigkeit wie für die Ungefährlichkeit werden immer wieder Argumente ins Feld geführt. Deshalb empfiehlt das Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), vorsorglich alle Möglichkeiten zu nutzen, um die Strahlenbelastung zu senken.

Handys erzeugen hochfrequente Strahlung, die beim Telefonieren zum Teil im Körper absorbiert wird. "Der Mobilfunk hat unseren Alltag in vielerlei Hinsicht erleichtert. Bei aller Begeisterung über die unbestreitbaren Errungenschaften der Branche sollte aber auch der verantwortungsvolle Umgang mit einer noch relativ neuen Technologie im Vordergrund stehen", sagt Florian Emrich, Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS).

Auch wenn es nach Ansicht des BfS derzeit zwar Hinweise auf biologische Wirkungen aber keinen wissenschaftlichen Nachweis für gesundheitliche Gefahren durch den Mobilfunk gibt, hält das Amt aus Vorsorgegründen einen bewussten Umgang für angebracht. Jeder Handynutzer hat die Möglichkeit, die Strahlenbelastung beim Telefonieren zu reduzieren.

Welche Strahlung von einem Handy ausgeht, zeigt der sogenannte SAR-Wert (Wert für die vom Handy abgestrahlte Energie, die im Körper absorbiert wird). Emrich: "Wer sich ein Handy kaufen möchte, sollte deshalb auf einen niedrigen SAR-Wert achten." Ein SAR-Wert von 0,6 Watt pro Kilogramm oder niedriger zeichnet ein Mobiltelefon als besonders strahlungsarm aus. "Leider erfüllen derzeit nur etwa ein Viertel aller in Deutschland erhältlichen Geräte diese Norm", so Emrich. Welche das sind, können Interessierte beim
BfS im Internet abfragen.

Neben einem niedrigen SAR-Wert gibt das BfS noch eine Reihe nützlicher Tipps für ein möglichst strahlenarmes Telefonieren:
- möglichst kurz und
- nur bei gutem Empfang telefonieren
- Head-Sets verwenden
- bei Möglichkeit den Festnetzanschluss benutzen

Das BfS empfiehlt außerdem, den Verbindungsaufbau abzuwarten und das Handy erst ans Ohr zu nehmen, wenn es beim Gesprächspartner klingelt. Denn beim Verbindungsaufbau sendet das Gerät mit voller Leistung. Sobald die Verbindung steht, regelt sich das Handy je nach Empfang auf eine möglichst niedrige Leistung ein.

WANC 10.03.05
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