Lange Autoschlangen auf der Autobahn: Pro Minute Wartezeit ein Grad höhere Innentemperatur
Auto: Warten in der Sonne ist gefährlich

Hitze im Auto ist eine Gefahr. Sie droht aber nicht nur Kindern und Tieren, die in praller Sonne im geschlossenen Auto warten. Sondern auch Reisenden, die mit ihrem Auto in kilometerlangen Schlangen warten.

Wer auch nur für kurze Zeit sein Auto in der Sonne verschlossen stehen lässt, sollte dringend Kinder, andere Personen oder Tiere aus dem Auto mitnehmen. Zu groß ist die Gefahr, dass die Insassen im aufgeheizten Auto einen Hitzschlag erleiden. Es gibt viele Gründe, weswegen man erst später zum Auto zurückkommen kann. In dieser Zeit kann die Sonne eine tödliche Wirkung haben.

Je nach Sonnenkraft und Außentemperatur kann sich das Fahrzeuginnere schnell auf 60 bis 70 Grad Celsius aufheizen. Menschen und Tiere können sich gegen solche Temperaturen nicht wehren. Sie verlieren Flüssigkeit, atmen flach und schnell, verlieren das Bewusstsein und der Kreislauf versagt. Schnell kann dieser Prozess zum Tod führen.

Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind dieser Gefahr ausgesetzt. Sie können schon dann einen Hitzschlag erleiden, wenn sie der Sonne ausgesetzt sind und keinen hellen Kopfschutz tragen.

Die hohen Temperaturen bewirken, dass ein Mensch seinen eigenen Körper nicht mehr kühlen kann. Die Körpertemperatur steigt wie bei hohem Fieber. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust, die veränderte Atmung und die steigende Körpertemperatur kann der Kreislauf des Betroffenen zusammenbrechen. Der Tod ist die Folge.

Die DAK warnt vor dem Hitzestau im Auto. Pro Minute Wartezeit kann sich die Innentemperatur um ein Grad erhöhen. Wer keine Klimaanlage im Auto hat, kann sich nur mit weit geöffneten Fenstern oder mit dem Gebläse etwas Linderung verschaffen. Ein Tuch vor den hinteren Scheiben reduziert die Sonneneinstrahlung. Und – ganz wichtig: ausreichend trinken. DAK-Ernährungsexpertin Kathrin Kraaibeek erklärt: “Durch das Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit. Die muss unbedingt wieder ‚nachgefüllt‘ werden. Da kann der Wasserbedarf auf drei bis vier Liter steigen.”

Wer einen Menschen findet, der einen Hitzschlag erleidet, muss schnell handeln. Die Johanniter Unfall Hilfe rät: Zuerst das Auto öffnen und frische Luft hineinlassen. Der Betroffene kann auch in den Schatten gebracht werden. Dann muss der Helfer den Betroffenen lagern. Wenn dieser keine massiven Kreislaufprobleme hat, wird der Oberkörper nach oben gelagert, ansonsten muss er in die Schocklagerung gebracht werden: Der Oberkörper liegt flach, die Beine werden hochgelegt.

Nun wird vorsichtig von außen nach innen am besten mit Wasser gekühlt. Zuerst beginnt der Ersthelfer damit, die äußeren Gliedmaßen zu kühlen, dann erst geht man auf den Rumpf des Körpers zu. Vorsicht: Beachtet man diese Regel nicht, kann der Betroffene an einem Schock sterben.

WANC 14.07.05
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