Hausstaubmilben: Trocknen in ungemachten Betten aus
Hausstaubmilben: Weniger Überlebenschancen in ungemachten Betten

Ungemachte Betten vertreiben anscheinend Hausstaubmilben. Denn nur in gemachten Betten finden sie die warm-feuchten Bedingungen, die sie zum Überleben benötigen. Bei ungemachten Betten entweicht die Feuchtigkeit und die Störenfriede trocknen aus.

Ein ungemachtes Bett mag zwar schlampig aussehen, aber es kann der Gesundheit dienen. Forscher der Universität Kingston
haben herausgefunden, dass Hausstaubmilden ungemachte Betten nicht vertragen. Die Wanzen können in den warmen, trockenen Bedingungen, die in ungemachten Betten herrschen, nicht überleben.

Ein Bett beheimatet durchschnittlich mehr als 1,5 Mio. Hausstaubmilben. Die nicht einmal einen Millimeter langen Wanzen ernähren sich von menschlichen Hautschuppen und produzieren Allergiestoffe, die der Mensch während des Schlafes inhaliert.

Die warmen, feuchten Bedingungen eines belegten Bettes sind ideal für die Wanzen. Milben überleben, indem sie der Atmosphäre das Wasser entziehen. Dies geschieht über körpereigene Drüsen. Forscher Stephen Pretlove: "So etwas Simples wie das Bett tagsüber nicht zu machen baut die Feuchtigkeit in Laken und Matratzen ab. Die Milben verdörren und sterben schließlich."

Pretlove beweist mit seiner Studie auch, dass das Auftreten von Milben mit der Bauweise eines Hauses zu tun hat. Zum Beispiel isolieren einige Materialen bessere als andere. Seine Studie soll Architekten helfen, das Milbenrisiko zu senken. Andrew Wardlaw von der British Society for Allergy and Clinical Immunology meint: "Milben spielen bei Asthma und Allergien eine große Rolle. Es wäre gut, wenn Wege gefunden würden, wie ihre Konzentration verringert werden könnte."

WANC 19.01.05/pte
Sauber allein genügt nicht: Hausstauballergie

Heizungsluft erhöht Allergiegefahr

 
Seite versenden  
Seite drucken