Fenster
Lieber öfter lüften, um belastende Stoffe aus der Wohnung zu entfernen (Foto: Initiative Sichere Gemeinden)
Lüften: Dreimal täglich reicht nicht

Wie oft soll man die Wohnung lüften? Da moderne Fenster und Baustoffe den Luftaustausch stark eindämmen, reichen dreimal täglich nicht aus. Besser ist es, kurz und öfter Frischluft herein zu lassen.

Prof. Olf Herbarth vom Umweltforschungszentrum in Leipzig warnt, dass Wohnungen in Deutschland immer stärker mit Allergie auslösenden Stoffen belastet sind. Besonders die Verunreinigung durch Schimmelpilze nehme zu, da die modernen Fenster keine ausreichende Belüftung zulassen.

Daher reicht zwei- bis dreimal tägliches Lüften nicht aus, um Schimmel in Wohnungen verlässlich vorzubeugen. Am besten wäre es, alle zwei Stunden die komplette Luft auszutauschen. Herbarth empfiehlt, lieber öfter und kurz die Fenster zu öffnen als nur einmal täglich über einen langen Zeitraum.

Besonders effektiv ist das so genannte Querlüften, da dabei ein Durchzug entsteht, der relativ schnell die verbrauchte Luft austauscht. Besonders wichtig ist die frische Luft morgens, nach dem Duschen, während des Kochens, nach dem Mittagessen und vor dem Schlafengehen.

Hausstaubmilben- und Schimmelpilz-Allergiker sollten gerade zur Herbst- und Winterzeit auf den regelmäßigen Luftaustausch achten. Denn im Staub, den die Heizungsluft aufwirbelt, sind zahlreiche Milben und Sporen enthalten. Beim Kauf von Möbeln, Teppichen und Gardinen sollte an die Luftqualität gedacht und schadstoffarme Produkte ausgewählt werden.

WANC 19.01.06/smog

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