Wer ständig zu lange arbeitet, hat ein höheres Risiko, krank zu werden oder einen Unfall zu erleiden
Langes Arbeiten macht krank

Lange Arbeitszeiten lassen das Risiko für Unfälle und Erkrankungen rapide ansteigen.

Wer zu lange arbeitet, lebt nach einer Studie US-amerikanischer Forscher gefährlich. Die Unfallgefahr steigt nämlich mit der Zahl der Überstunden rapide an
. Das Risiko erhöht sich um 61 Prozent, wenn die Normal-Arbeitszeit überschritten wird, berichten Forscher um Allard Dembe. 

Bei Menschen, die mehr als 12 Stunden täglich arbeiten, erhöht sich das Risiko, sich zu verletzten oder krank zu werden, um 23 Prozent. Das ergab jedenfalls die Untersuchung von mehr als 110.000 Arbeitsperioden im Zeitraum zwischen 1987 bis 2000.

Eine Arbeitsperiode ist der Zeitraum, in dem ein Arbeitnehmer bei einer Firma beschäftigt ist. Wenn nach dieser Methode gezählt wird, ist es möglich, dass einige Arbeitnehmer mehrfach genannt werden.

Dembe hat festgestellt, dass die Gefährdung nicht mit der Tätigkeit per se zu tun hatte. "Die Studienresultate machen deutlich, dass die Gefahr von alltäglichen Tätigkeiten und vom Stress ausgeht", berichtet der Experte
.

Anhand der Aufzeichnungen des Forscherteams konnten 5.139 arbeitsbedingte Verletzungen und Krankheitsfälle festgestellt werden. Darunter waren stressbedingte Krankheiten, Verbrennungen, Schnitt- und Muskelverletzungen.

Mehr als die Hälfte der Erkrankungen passierte in Jobs, in denen lange gearbeitet wurde. Daraus zogen die Forscher den Schluss, dass zu viele Überstunden die Verletzungsgefahr wesentlich erhöhte.

WANC 23.08.05/pte
Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes macht krank

Stress im Job: Jeder Dritte leidet darunter

Jeder 7. Fehltag psychisch bedingt

 
Seite versenden  
Seite drucken