Telefonierende
Telefonieren mit dem Handy: Gepulste Strahlen könnten in den Steuerungsmechanismus der Zellen eingreifen (Foto: Arsenal Research)c
Elektrosmog: Die verkannte Gefahr

Wie gefährlich ist Elektrosmog? Während einige negative gesundheitliche Einflüsse konsequent verneinen, verweisen andere auf die praktischen Erlebnisse betroffener Menschen. Das Problem ist, dass eine unabhängige und umfassende Erforschung elektromagnetischer Felder noch immer fehlt.

Überall begegnet uns die elektromagnetische Strahlung - zumeist unerkannt. Wäre Elektrosmog schwarz, könnten wir inzwischen wahrscheinlich die Hände nicht mehr vor den eigenen Augen sehen. Dabei ist anscheinend weniger die hochfrequente Feldstärke als vielmehr die darin enthaltene niederfrequente Modulation biologisch riskant. Und davon ganz besonders die gepulste Information. Das heißt, die Information wird, wie zum Beispiel beim DECT-Schnurlostelefon, in 100 Teile pro Sekunde zerhackt - leider auch noch dann, wenn Sie nicht telefonieren.

Für unser Immun- und Drüsensystem kann die ständig wachsende Belastung mit hochfrequenten Strahlen Dauerstress bedeuten. Und der entsteht aus der Periodizität der Wellen, das ist mit einem unaufhörlichen Trommelfeuer von Funkblitzen vergleichbar. Zwei Beispiele: Tanzwütige in den Diskotheken fallen aufgrund der Stroboskoplichter in Ohnmacht. Hier handelt es sich um gepulstes Licht. Oder: Neonröhren - gepulstes Licht, da die Gasfüllung der Röhre mit 50 Hz entzündet wird.

Auch Zellen und Organe unseres Körpers haben ihre eigene spezifische Frequenz und Polarität. Beispiele: die Prostata - 1,79 GHz; die Leber - 1,85 GHz; die Galle - 1,87 GHz; das Herz - 1,918 GHz und die Nieren - 1,98 GHz. Damit liegen sie im Bereich der E-Netze (1,8 GHz) und vor allem der breitbandigen UMTS-Frequenzen (1,98-2,2 GHz). Die Gefahr besteht, dass bei dieser Schwingung ein Eingriff in die Steuerungsmechanismen der einzelnen Zellen erfolgen könnte und Schädigungen möglich sind. Immerhin finden in jeder Zelle 105 Stoffwechselvorgänge pro Sekunde statt.

Der Medizinphysiker Dr. Lebrecht von Klitzing kam in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen zu folgendem Ergebnis: 'Zellen sind in Kommunikation miteinander, tauchen nonstop lebenswichtige Informationen aus. Das machen sie mit elektromagnetischen Signalen über Ionenaustausch an den Zellmembranen. Die Ionen werden gepulst durch Ionenkanäle geleitet, und zwar in Frequenzbereichen bis etwa 400 Hz. Genau hier befinden sich die technischen Signale der Mobilfunknetze. Wenn eine neue Technologie auf den Markt kommt, sollte systematische Grundlagenforschung betrieben werden. Das ist bei den D- und E-Netzen nie geschehen. Es geht hier um technische Informationen, die biologisch verarbeitet werden."

Die biologischen Wirkung dieser Strahlung kann unterschiedlich sein:

  • thermisch, das heißt Gewebeerwärmung wie beim Mikrowellenherd
  • athermisch, das sind alle übrigen zumeist unbekannten biologischen Wirkungen

Hochspannungs- und Eisenbahnleitungen können je nach ihrer Leistung beachtliche magnetische Felder aufbauen, die sämtliche Materialien bis hin zu Blei, natürlich auch den menschlichen Körper, durchdringen. Welche biologischen Schäden sie wirklich anrichten, ist noch unzureichend geklärt. Studien aus den USA, den skandinavischen Ländern und unter anderem aus Deutschland zeigen eine - von vielen bestrittene - Tendenz zu bestimmten Krebsformen, psychischen Erkrankungen (zum Beispiel Depressionen durch Änderung der Hirnfrequenzen) und weiteren gravierenden Gesundheitsproblemen.

In Spanien hat man auf die möglichen Gefahren reagiert. Mittlerweile mussten mehr als 2.000 Sender wieder abgebaut werden, nachdem ein Richter nach einigen Leukämieerkrankungen in einem Kindergarten in Valladolid darauf bestand, dass die Industrie die Ungefährlichkeit ihrer Produkte zu beweisen habe (Elektrosmognews.de).

Was kann man selbst tun?
Im Haus kann man einiges zum Schutz seiner Gesundheit vor niederfrequenten Störfeldern selber tun: Vermeiden Sie elektrische Geräte im Schlafzimmer, dazu gehören auch Wasserbetten mit eingebauten Heizelementen. Radiowecker sollten mindestens 1 bis 2 Meter vom Bett entfernt sein. Vor allem sollten sie keine rote Anzeige haben, die zumeist aus Gallium und Arsenit besteht, dessen Leuchtspektrum für uns schädlich ist. Deshalb gibt es sie inzwischen auch mit grünem Licht. Besser ist es in jedem Fall, einen Batteriewecker oder mechanischen Aufzieh-Wecker zu verwenden. Überhaupt höhlt steter Tropfen den Stein: also möglichst weder Strom noch Metall, an das sich elektromagnetische Felder mit Leichtigkeit ankoppeln. Das Bett sollte deshalb nur aus natürlichen Materialien (Holz) bestehen.

Manche Methoden und Geräte zur Entstörung mögen helfen, sind aber dennoch mit Vorsicht zu genießen. Ratsam ist es deshalb, die versprochenen Wirkungen in solchen Fällen durch einen auf Schwingungsmedizin (Kirlianfotografie, Bioresonanz, EAV etc.) spezialisierten Arzt nachprüfen zu lassen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich unbedingt, zuvor eine bestimmte Probezeit für Entstörungen jeglicher Art zu vereinbaren.

Smog
Smog ist ein Kunstwort aus dem Englischen: smoke = Rauch und fog = Nebel. Es entstand in den Sechzigern, als in England Tausende von Menschen an einer plötzlich eintretenden Luftverschmutzung in London starben. Danach wurden die geltenden "Grenzwerte" drastisch herabgesetzt. Grob unterteilt man Elektrosmog in mehrere Bereiche, die sich aus der Physik ergeben: Im Niederfrequenzen Bereich (NF = Hausstrom) lassen sich elektrische und magnetische Eigenschaften des Stroms noch unterscheiden. Also finden wir hier elektrische (EWF) und magnetische Wechselfelder (MWF). Der Transport ist an Kabel gebunden, die wir zumeist als Steigleitungen in den Wänden verlegen. Zum Glück kann man oft durch leichtes Verrücken des Bettes die Stärke der Felder auf baubiologische Norm (1V/m) bringen - der Abstand entscheidet. Oft misst man auch Feldstärken von bis zu 130 Volt/m im Kopfbereich des Bettes. Dann heißt es herauszufinden, wo der Strom herkommt.

Elektromagnetische Felder
Im hochfrequenten Bereich (HF) verschmelzen diese Felder, deshalb spricht man hier genauer von elektromagnetischen Feldern. Hier findet hauptsächlich Informationsübertragung statt. Das ist der so genannte Funksmog, der seit 1992 mit dem Ausbau der Funknetze exorbitante Ausmaße erreicht. Man nutzt die elektrische (Träger-)Welle, um auf ihr die Information zu transportieren (ähnlich einem Fluß, der ein Schiff trägt). Das nennt man Modulation. Grob gesagt gibt es drei verschiedene Arten der Modulation, die alle verschiedene technische Vorteile haben und folgendermaßen genutzt werden:
a) Amplitudenmodulation (AM), genutzt für Radio und Fernsehen (analog)
b) Frequenzmodulation (FM), genutzt für Radio, Handfunkgeräte, TV (analog)
c) Pulsmodulation (PM), genutzt für Telefon, Radar, Richtfunk und vieles mehr (digital)

WANC 24.01.06
Quelle: Silvio Hellemann, Ständig unter Strom - Erste Hilfe bei Elektrosmog
ISBN 3-937568-15-8, 296 Seiten, 22 Euro, spirit Rainbow Verlag

Handys: Wie gefähr- lich sind die Funk- wellen wirklich?

Studie: Strahlende Handys

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