Mann in Büro
Immer noch ungelöst ist die Frage, ob Laserdrucker in einem Büro für gesundheitliche Beschwerden verantwortlich sein können (Foto: DAK)
Feinstaubquelle Laserdrucker: Für Entwarnung noch zu früh

Sind Laserdrucker nun gesundheitsgefährlich oder nicht. Die jetzt durchgeführte „Toner-Studie“ sagt zuerst einmal nein. Doch für eine Entwarnung ist es noch zu früh. Die Gefährlichkeit der ultrafeinen Stäube wurde noch gar nicht bewertet.

Inwieweit die Toner von Laserdruckern gesundheitsgefährdend sind, sollte die „Toner-Studie“ von Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann vom Institut für Innenraum- und Umwelttoxikologie am Universitätsklinikum Gießen nachweisen. Ein deutlicher Anstieg war bei ultrafeinen Partikeln (zwischen 10 und 1000 Nanometern) zu beobachten, wenn Drucker oder Kopierer in Betrieb genommen wurden.

Gemessen wurde in Büroräumen, in denen Laserdrucker oder Kopierer stehen und gleichzeitig Personen arbeiten. In den untersuchten Büroräumen konnten Konzentrationen an flüchtigen organischen Verbindungen (TVOC) zwischen wenigen Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (μg/m3) und maximal von etwa 330 μg/m3 gemessen werden. Bei 40 Prozent der untersuchten Büroräume waren die TVOC-Werte in der Raumluft nach Inbetriebnahme der Laserdrucker erhöht. Die TVOC-Konzentrationen konnten aber nicht büroraumspezifischen Faktoren, wie Raumgröße oder Klimaanlage, bzw. bestimmten Drucker- oder Tonertypen zugeordnet werden. Die gemessenen Werte waren in einzelnen Räumen und bei einzelnen Geräten hoch variabel.

Was bedeutet das nun für unsere Gesundheit? Anscheinend Entwarnung: „ Aus den gemessenen Konzentrationen lassen sich derzeit keine Hinweise auf akute gesundheitliche Auswirkungen ableiten“, heißt es im Bericht. Doch inwieweit gerade die ultrafeinen Stäube gefährlich sein können, ist noch gar nicht klar: „ Eine mögliche gesundheitliche Relevanz dieses vorübergehenden Anstiegs an ultrafeinen Partikel wird noch bewertet.“

Toner-Staub soll unter anderem chronisches Asthma und allergische Hautreaktionen auslösen. Inzwischen hat sich schon eine Interessengemeinschaft Tonergeschädigter gegründet, die bundesweit von Hunderttausenden Betroffenen ausgeht. Versuche mit Lungenzellenkulturen hätten gezeigt, dass direkter Kontakt mit Toner-Staub die Erbsubstanz beschädige und das Tumorrisiko erhöhe.

WANC 29.01.06

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