Klimawandel: Hitzewellen bedrohen unsere Gesundheit

Der Klimawandel existiert. Auch wenn Leute wie Donald Trump das leugnen. Die Veränderung der klimatischen Bedingungen äußert sich beispielsweise in zunehmenden Hitzewellen. Und die werden zunehmen, falls wir es nicht schaffen, die Erderwärmung zu bekämpfen.

Prof. Camilo Nora, Professor für Geographie an der Universität von Hawaii, warnt: „Unsere Alternativen für die Zukunft werden immer weniger. In Bezug auf Hitzewellen sind unsere Optionen jetzt nur noch schlecht oder schrecklich.“ Nora kann genügend Beispiele nennen, wie viele Opfer Hitzewellen bereits forderten. Die Hitzewelle in Europa im Jahr 2003 kostete z.B. 70.000 Menschen das Leben, 2010 starben bei der Hitze in Moskau 10.000 Menschen und in Chicago raffte die Hitze 1995 etwa 700 Menschen dahin. Seit 1980 gibt es Belege für mehr als 1900 Fälle weltweit, in denen große Hitze Menschenleben kostete. 

Nora hat die Daten von 764 tödlichen Hitzewellen in 164 Städten in 36 Ländern analysiert. Betroffen waren Städte wie New York, Washington, Los Angeles, Chicago, Toronto, London, Beijing, Tokyo, Sydney und São Paulo. Im Jahr 2100 soll New York etwa an 50 Tagen tödlich heiß sein, in Sydney an 20 und in Los Angeles an 30, in Orlando und Houston gilt das für den kompletten Sommer. 

Derzeit sind um die 30% der Menschen weltweit und 13,2% der Erdoberfläche von lebensgefährlichen klimatischen Bedingungen an mindestens 20 Tagen im Jahr betroffen. Bis 2010 wird sich die Zahl auf 48% erhöhen, selbst wenn es uns gelingt die schädlichen Emissionen drastisch zu verringern. Sollten die Emissionen weiter zunehmen und sich die Erde bis 2010 um 3,7 Grad erwärmen, erhöht sich der Anteil der Bedrohten sogar auf 74%.  

Hallo Mr. Trump, alles Fakenews, alles gar nicht wahr?

cs 22.6.2017/ Quelle: nature climate change

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