Der Darwinpreis für Menschen, die sich versehentlich selbst töten oder unfruchtbar machen und dabei ein besonderes Maß an Dummheit zeigen (http://www.darwinpreis.de/)
Der Darwinpreis für Menschen, die sich versehentlich selbst töten oder unfruchtbar machen und dabei ein besonderes Maß an Dummheit zeigen (http://www.darwinpreis.de/)
Männer sind Idioten - deshalb sterben sie früher

Regelmäßig werden die Darwin Awards vergeben - und zwar für die verrückteste Art aus dem Leben zu scheiden. Die Website DarwinPreis.de, die die obskursten Varianten veröffentlicht, nennt das: Verlierer im Roulette des Lebens. Jetzt hat eine Studie untersucht, dass Männer häufiger viel häufiger aus verrückten Gründen wegen ihres unbedachten Handelns sterben als Frauen. Dahinter steckt die "male idiot theory (MIT)", die auf einen einfachen Nenner gebracht, besagt: Männer sind Idioten und Idioten tun dumme Dinge.

Namensgeber für den Darwinpreis ist Charles Robert Darwin, der wegen seiner Evolutionstheorie als einer der wichtigsten Naturwissenschaftler bis in unsere Tage gilt. Demnach ist die natürlich Selektion eine der wichtigsten Mechanismen der Entwicklung der Arten. Der skurrile Preis zeichnet nun Menschen aus, die durch ein besonderes Maß an Dummheit für ihre natürliche Auslese - also ihren Tod - sorgen.

Beispiele dafür listet die Website darwinpreis.de auf. Eine Kostprobe? "Ein 35-Jähriger kam an einem S-Bahnhof in Ludwigsburg auf die clevere Ide, ins Gleis zu steigen, um seinen Hund dort pinkeln zu lassen. Als Bello fertig war, gab er dem Hund einem Freund auf dem Bahnsteig und er selbst blieb noch weiter unten stehen, um den Bahnsteigrand seinerseits als Toilette zu benutzen. Dieser Beweis für eine schlechte Erziehung wurde auch sofort hart bestraft! Die S-Bahn näherte sich und gab auch noch ein Warnsignal ab, das ihm aber auch nicht mehr helfen konnte. Er kam nicht schnell genug wieder auf den Bahnsteig und wurde von der Bahn erfasst. An seinen schweren Verletzungen starb er noch an Ort und Stelle."

Ausgezeichnet wurden weitere unglaubliche Fälle wie der des Möchtegern-Terroristen, der eine Briefbombe verschickt, diese aber mit zu wenig Briefmarken versieht. Sein Brief wird ihm mit der Info des nicht ausreichenden Portos zurück geschickt. Leider öffnet der Mann diesen Brief……. Oder dieser: Von Baustellen und auch anderswo werden gerne Hochspannungskabel geklaut, weil man die ganz gut versilbern kann. Ein 38-jähriger Duisburger wollte in einem Umspannwerk in Oberhausen gewinnbringende Beute machen. Man fand ihn tot neben einem Kabel und seinen Werkzeugen. Sein Pech: Durch die Leitungen flossen zum Tatzeitpunkt 400 Volt.  

So sarkastisch wie der Preis erscheint eine Studie, die jetzt im immerhin im hochangesehenen Medizinerblatt "The British Medial Journal" veröffentlicht wurde: The Darwin Awards: sex differences in idiotic behaviour. Darin geben Studenten der Universität Newcastle die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu den Geschlechtsunterschieden bei riskantem Verhalten und idiotischen Todesfällen bekannt. Sie haben alle aufgezeichneten Fälle in den 20 Jahren von 1995 bis 2014 genau studiert. Von den schließlich 318 verwertbaren Geschehen, gingen 282 auf Männer und 36 auf Frauen zurück.

Etwas ironisch kommen die Studenten deshalb in ihrer Studie zu dem Ergebnis: Der Unterschied der Geschlechter ist beim Darwin Award erwiesen. 88,7% der bescheuertsten Todesarten wurden von Männern verursacht. Dieser Geschlechtsunterschied ist statistisch äußerst signifikant.

Berliner Ärzteblatt 12.12.2014/ Quelle: BMJ

 
Seite versenden  
Seite drucken