Chemikalie mit hormoneller Wirkung jetzt "besonders besorgniserregend"

Mit Octylphenol ist eine Chemikalie wegen ihrer hormonellen Wirkung in die europäische Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgenommen worden. Verbraucher können deshalb jetzt vom Handel Auskunft darüber verlangen, ob die Chemikalie in einem Produkt enthalten ist. Kritiker halten das für einen Durchbruch in der europäischen Chemikalienpolitik. Octylphenol wird bei der Herstellung von Farben, Klebstoffen und Reifen eingesetzt.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Octylphenol das Hormonsystem von Fischen beeinträchtigt. Schon in niedrigen Konzentrationen schädigt der Stoff deren Entwicklung und Fortpflanzung. Octylphenol trägt nach der Entscheidung der EU ab sofort den Status „besonders besorgniserregend“. So sieht es die EU-REACH-Verordnung für Stoffe vor, die ersetzt werden sollen. Erhält eine Chemikalie diesen Status, können weitere regulatorische Maßnahmen folgen, z.B. eine Zulassungspflicht. Alternativ können kritische Verwendungen oder der Import - auch als Bestandteil von Produkten - über eine Beschränkung verboten werden. Langfristig sollen besonders besorgniserregende Stoffe gänzlich aus dem Verkehr gezogen und ersetzt werden.

Gesundheitsgefahren nicht ausreichend untersucht
Die Gesundheitsgefahren von Octylphenol sind insgesamt noch wenig untersucht. Über die hormonähnliche Wirkung hinaus werden Schädigungen der DNA, Störungen des Immunsystems und Schäden an den weißen Blutkörperchen vermutet.

Das Datenblatt für Octylphenol (OP) sagt folgendes: OP ist ein toxischer, persistenter Stoff, der im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie WRRL als prioritär eingestuft wurde. Die Belastungssituation der deutschen Oberflächengewässer ist derzeit aufgrund einer geringen Zahl an Monitoring-Daten nicht endgültig zu bewerten. Der Stoff wird in Deutschland in geringen Mengen hergestellt, auf EU-Ebene in Mengen über 20.000 t/a. Er wird hauptsächlich als Phenolharz (Klebrigmacher) im Vulkanisierungsprozess zur Herstellung von Reifengummi verwendet. OP bzw. Octylphenolethoxylat (OPEO) können außerdem in Nonylphenol (NP) bzw. in Nonylphenolethoxylat (NPEO) produktionsbedingt in Konzentrationen bis zu 10 % enthalten sein. Wichtige Emissionspfade sind nach Abschätzungen im Rahmen des Risk Assessments der Reifenabrieb sowie die Einträge in Verbindung mit NP bzw. NPEO. Die wichtigsten Ansatzpunkte für Emissionsminderungsmaßnahmen sind die Substitution von OP und die Minderung von NP-/NPEO-Emissionen.

wanc 14.12.2011/ Quelle: Umweltbundesamt (UBA), Datenblatt Nr. 25: Octylphenol
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