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Bewegung - auch wenn sie nicht intensiv ist - verhilft Senioren zu einem längeren Leben (Foto: Image100)
Bewegung - auch wenn sie nicht intensiv ist - verhilft Senioren zu einem längeren Leben (Foto: Image100)
Eine halbe Stunde Bewegung am Tag lässt Senioren länger leben

Die positiven Auswirkungen, die körperliche bzw. sportliche Bewegung auf die Gesundheit hat, sind unbestritten und werden von vielen Untersuchungen bestätigt. Im Vergleich zu Coach-Potatoes soll das Sterberisiko körperlich aktiver Menschen um 30 bis 60% niedriger sein. Eine Studie hat nun ergeben, dass die Vorteile von Bewegung bis ins hohe Alter wirkt. Dazu reichen schon 30 Minuten Training am Tag aus.

Dass körperlich fit zu bleiben, auch bei älteren Menschen durchaus seine Vorteile bringt, kann eigentlich nicht wirklich überraschen. Überraschend ist dagegen, mit wie wenig Aufwand sich schon ein relativ großer Nutzen realisieren lässt. Das bestätigt die Beobachtung von 5738 Männern, die in den Jahren 1923 bis 1932 geboren worden waren, zu Beginn der Studie im Jahr 2000 also zwischen 68 und 77 Jahr alt waren. Während der Beobachtungszeit von 12 Jahren, verstarben 2154 der Teilnehmer.

Erfasst wurde die körperliche Aktivität in verschiedenen Stufen:
1. bewegungsarm - was so viel wie keine körperliche Bewegung bedeutet,
2. leicht - Gehen, Fahrrad fahren und ähnliche Aktivität für etwa 4 Stunden/Woche,
3. mittel - Sport treiben, Training, schwere Gartenarbeit u.a. für mindestens 4 Stunden/Woche,
4. stark - hartes Training oder Sport im Wettkampfmodus regelmäßig an mehreren Tagen die Woche.

Und was brachte es? Insgesamt brachten 30 Minuten körperliche Bewegung an sechs Tagen in der Woche eine Verminderung des Sterberisikos um 40% - und das ganz unabhängig von der Intensität der Bewegung. Der Unterschied zwischen körperlicher Aktivität und körperlicher Inaktivität zeigte sich auch noch bei den Senioren, betonen die Wissenschaftler. Denn im Durchschnitt lebten die aktiven fünf Jahre länger als die inaktiven.

Eine genauere Analyse der Daten belegt, dass Bewegung von weniger als einer Stunde in der Woche so gut wie keinen Effekt hat. Ausnahme: Wer weniger als eine Stunde in der Woche sehr stark trainierte, der war um 23% bis 37% weniger gefährdet früher zu sterben. Wer sich mehr als eine Stunde in der Woche bewegte, senkte sein Sterberisiko um 32% bis 56%. Dabei spielte neben der Dauer der körperlichen Bewegung auch die Stärke der Aktivität eine Rolle.

Beispiel: Im Vergleich zu den Inaktiven reduzierte körperliche Bewegung mit leichter Intensität für weniger als eine Stunde/Woche das Sterberisiko um 17%, bei bis zu zwei Stunden/Woche um 36% und bei mehr als drei Stunden/Woche um 44%.

12.05.2015/ Quelle: Br J Sports Med

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