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Wie wird man 100 Jahre alt?

Die Menschen werden immer älter. In jedem Jahrzehnt steigt die Lebenserwartung mittlerweile um 2,5 Jahre. Dazu tragen verschiedene Faktoren bei: beispielsweise die Fortschritte der Medizin. So hat sich die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit in Deutschland seit 1980 ungefähr halbiert. Doch auch der eigene Lebensstil kann dabei helfen, ein langes gesundes Leben zu führen.

Professor Roland Rau von der Universität Rostock beschäftigt sich mit Demographie (Bevölkerungswissenschaft). Deshalb erforscht er auch die Gründe, warum Menschen heute länger leben. Die großen Erfolge bei der Verlängerung der Lebenserwartung führt er zu einem großen Anteil auf die "enormen Fortschritte in der Medizin" zurück. Doch er weiß auch, dass der einzelne selbst viel dazu tun kann. Dafür hat er eine einfache Formel parat: "Ernähre Dich gesund, trink nicht so viel Alkohol und rauch nicht, treibe Sport, halte Dich geistig fit“.

Diese Ratschläge haben schon Eltern, Großeltern und Urgroßeltern gegeben. Sie scheinen immer noch richtig zu sein. Doch mittlerweile fallen die Anleitungen, um 100 Jahre zu werden, differenzierter aus. Auch wenn sie sich weiterhin um die Bestandteile gesunde Ernährung, wenig Alkohol, keine Zigaretten, körperliche und geistige Bewegung handeln.

Langlebigkeitsaktionen sind beispielsweise das tägliche Glas Wein und viel Lachen. Auch das Verzichten auf eine Ernährung mit vielen Fertigprodukte gehört dazu. Denn die beinhalten zu wenige wichtige Stoffe, die der Körper benötigt und können zu einer Übersäuerung führen. Auch die körperliche Aktivität hält fit, wozu auch gehört, mindestens zwei Mal in der Woche Sex zu haben. Etwas abgedrehter ist das tägliche Atmen durch einen Strohhalm. Auch wenn das nur für einige Minuten erfolgen soll, stärkt es doch die Lungenfunktion und verbessert die Kapazität der Lunge. Wichtig ist es auch, die geistige Fitness zu erhalten. Auch wenn man dazu vielleicht nicht unbedingt eine Zeitschrift verkehrt herum lesen muss, um das Gehirn anzuregen.

Vergessen sollte man auch nicht, der Entspannung und Regeneration genügend Raum zu geben. Das gilt auch bei Krankheiten. Der schnelle Griff zum Medikament beseitige die Probleme nicht, sondern bringe einem zusätzlich unberechenbare Nebenwirkungen ein. Besser ist, sich Zeit zu nehmen, um die Ursachen der Erkrankung zu entdecken und diese dann anzugehen. Doch ein ruhiger Job verlängert das Leben nicht. Im Gegenteil. Länger leben lassen eine Herausforderungen und hohe Beanspruchung in der Arbeit.
 
Viel zu einem langen Leben trägt die persönliche Einstellung bei. Beispielsweise Dinge nicht zu schwer zu nehmen, nicht immer das Schlimmste zu erwarten und sich ständig zu sorgen. Eine gewisse Leichtigkeit, die Klatsch und Tratsch als belebend begreift oder Streit als Mittel, Wut nicht in sich hinein zu fressen und zu unterdrücken, versprechen eine verlängerte Lebenserwartung. Im übrigen genauso wie das Pflegen von Freundschaften und anderen sozialen Kontakten

Allerdings warnen Experten davor, zu glauben, man könne Langlebigkeit nach einem Rezept bekommen. Denn man dürfe nicht vergessen, dass auch das Erbgut die Langlebigkeit beeinflusse. Rund ein Viertel der Unterschiede in der Lebensdauer führen sie auf genetische Faktoren zurück.

Berliner Ärzteblatt 21.01.2013/ Quelle: Universität Rostock; pte
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