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Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall kosten Lebensjahre

Krankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall wirken sich auf die Lebenszeit aus. Alle drei zählen zu den sogenannten Zivilisationserkrankungen, Krankheiten also, die u.a. mit unserem veränderten Lebensstil, Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten sowie Stress und Umweltbelastungen zusammenhängen. Die Universität von Cambridge hat untersucht, wie sich diese drei Erkrankungen auf unsere Lebenserwartung auswirken. Wenig überraschendes Ergebnis: Sie verkürzen sie - und zwar um so mehr, wenn man mehreren dieser Krankheiten leidet.

Die Wissenschaftler um John Danesh formulieren es emotionslos: "Die Lebenserwartung wird durch eine Kombination aus Diabetes, Schlaganfall oder Herzinfarkt deutlich geringer." Was das in Zahlen bedeutet? Die durchschnittliche Sterberate der insgesamt fast 1,2 Mio. untersuchten Patienten - in der Beobachtungszeit von 1960 bis 2010 traten über 135000 Todesfälle - lag bei 6,8 (auf 1000 Person-Years - das ist ein statistischer Begriff, der sich auf die Anzahl der untersuchten Personen und die Zeitdauer der Untersuchung bezieht). Das ist die Durchschnittshäufigkeit. 

Bei Patienten mit Diabetes stieg dieser Wert auf 15,6, mit Schlaganfall auf 16,1 und mit Herzinfarkt auf 16,8. War ein Patient mit Diabetes und Herzinfarkt erkrankt, erhöhte sich der Wert auf 32, bei Diabetes und Schlaganfall auf 32,8 und auf 32,9 bei Schlaganfall und Herzinfarkt. Litt ein Patient unter allen drei Krankheiten betrug das Risiko 59,5. 

Anders ausgedrückt: Wer unter einer der Krankheiten litt, hatte ein doppelt erhöhtes Sterberisiko. Zwei Krankheiten vervierfachten das Sterberisiko und alle drei Erkrankungen zusammen erhöhten es um das Siebenfache.

Was das in verlorenen Lebensjahren tatsächlich bedeutet, ist abhängig vom Alter: Je jünger man bei Auftreten einer dieser Krankheiten ist, um so mehr Lebensspanne kann man verlieren. So errechneten die Wissenschaftler für einen 60jährigen mit zwei Erkrankungen eine um 12 Jahre verminderte Lebenserwartung, bei allen drei Erkrankungen um 14 Jahre. Eine Frau im gleichen Alter büßt bei zwei Krankheiten gleichzeitig 13 und bei drei Krankheiten 16 Lebensjahre ein. Ein 40jähriger, der an allen drei Erkrankungen leidet, verliert 23 Lebensjahre, bei einer gleichaltrigen Frau sind es 20.

Was die Schlüsse aus dieser Studie sind? Ärzte raten zur Prävention - einmal durch eine gesunde Lebensweise, also gesunde Ernährung und genügend Bewegung. Und zu anderen zu einer Behandlung - mit Medikamenten oder anderen Therapiemöglichkeiten - wenn es notwendig ist.

09.07.2015/ Quelle: JAMA

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