Limonaden erhöhen Gefahr für Schlaganfall und Demenz
 

Süße Erfrischungs- und Saftgetränke sind aus gesundheitlicher Sicht - vor allem für das Gewicht und die Gefahr für Typ-2-Diabetes - für die meisten Ernährungsexperten der reinste Horror. Denn in ihnen stecken erhebliche Mengen von Zucker -  nur ein Glas Cola z.B. 27 Gramm. Die Limonadenhersteller haben ihre Schlüsse gezogen und auf die vielfache Kritik reagiert: Natürlich gibt es Limonaden jetzt auch mit Süßstoff. Ob das allerdings alles besser macht, daran regen sich vermehrt Zweifel. Jetzt werden zwei Auswertungen von Studiendaten präsentiert, die in Bezug auf die Gefahr von Schlaganfällen oder Demenzerkrankungen Limonaden ein schlechtes Zeugnis ausstellen. Doch noch schlechter kommen die sogenannten Diätgetränke - also die mit künstlichen Süßstoffen - weg.

Bei der ersten Studie wurden die Daten von 2888 Patienten (älter als 45 Jahre, Durchschnittsalter 63 Jahre, 55% Frauen) analysiert, bei denen innerhalb der zehnjährigen Beobachtungszeit 97 Schlaganfälle aufgezeichnet wurden. Außerdem wurden 1484 Patienten (älter als 60 Jahre, Durchschnittsalter 69 jähre, 54% Frauen) beobachtet und im gleichen Zeitraum 82 Fälle von Demenz diagnostiziert. 

Diejenigen, die mindestens eine Limonade mit künstlichem Süßstoff am Tag tranken, im Vergleich, die keine tranken, 2,96mal häufiger einen Schlaganfall erlitten oder 2,89mal so häufig an einer Demenz erkrankten. Dabei lag die Bandbreite bei Schlaganfall zwischen 1,26- und 6,97mal und bei Demenz zwischen 1,18- und 7,07mal so häufig. Bei mit Zucker gesüßten Limonaden wurde ein solcher Zusammenhang nicht entdeckt. Warum nicht, erklären die Wissenschaftler damit, dass Diätlimonaden viel, viel öfter genossen werden.

In der zweiten Studie wurden die Daten von insgesamt 8122 Personen ausgewertet. Wer mindestens eine oder mehr Limonaden am Tag trank, hatte im Vergleich zu denen, die weniger als eine Limonade am Tag tranken, ein geringes Gehirnvolumen und schnitt schlecht in Erinnerungstests ab. Medizinisch wurde der Grad des Leistungsverlustes in vorzeitigem Altern ausgedrückt. Das heißt, dass Limonaden das Gehirnvolumen um 1,6 bis 2 Jahre älter werden lassen. In Bezug auf die Gedächtnisleistung beträgt das vorzeitige Altern sogar zwischen 5 und 11 Jahren.  

cs 25.4.2017/ Quelle: Stroke, Alzheimers&Dementia





Quelle:
http://www.medizinauskunft.de/home/artikel/wohlfuehlen/Anti-Aging/limonade-demenz-schlaganfall-25-4-17.php