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Stress kann dem Gedächtnis schaden

Wer ständig unter Stress steht, dem kann es viel eher passieren, dass er im Alter seine geistige Leistungsfähigkeit einbüßt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben nämlich gezeigt, dass besonders gestresste Menschen doppelt so häufig kognitive Beeinträchtigungen - die als Vorstufe für eine Alzheimer-Erkrankung angesehen werden - erleiden. Dieses gilt anscheinend besonders für ältere Menschen.

Für die Studie wurden die Daten von insgesamt 507 Personen gesammelt, die 70 Jahre und älter waren. Bei diesen wurde mittels eine Stressskala (Perceived Stress Scale - PPS) anhand von 14 Einzelpunkten ermittelt, wie hoch die Stressbelastung der einzelnen Frauen und Männer während einer mittleren Beobachtungszeit von 3,6 Jahren ab 2005 war. Die Stressbelastung wird anhand einer Punktetabelle von 0 bis 56 Punkten bewertet, wobei eine höhere Punktezahl eine höhere Stressbelastung bedeutet.

Innerhalb der gesamten Studienzeit erkrankten 71 an  an einer kognitiven Einschränkung oder Demenz. Je höher die Stressbelastung war, desto höher war die Wahrscheinlichkeit, geistige Leistungsfähigkeit zu verlieren. Pro 5 Mehr-Punkten auf der Stressskala stieg das Risiko für einen solchen Verlust um 30%. Diejenigen, die am meisten unter Stress litten, waren 2,5mal so häufig von geistigen Beeinträchtigungen betroffen wie diejenigen, die wenig oder kaum Stress auszuhalten hatten. Risikofaktoren waren darüber hinaus weibliches Geschlecht und eine geringe Schulbildung.  

Interessant: Auch wenn Depressionen ein Risiko für das Auftreten von Demenzen und Alzheimer darstellt, hatte das im Falle von Stress keinen zusätzlichen Einfluss. Dr. Richard Lipton, Neurologe am Albert Einstein College of Medicine in den USA und einer Wissenschaftler, die die Untersuchung durchgeführt haben, sagt: "Es ist ganz deutlich, dass Stress die Gefahr erhöht, im Alter eine geistige Beeinträchtigung zu bekommen."

14.12.2015/ Quelle: Alzheimer Disease & Associated Disorders

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