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Ungesunder Lebensstil: Im Alter mehr Behinderungen

Wer einen ungesunden Lebensstil - das bedeutet sich nicht zu bewegen, ungesund zu essen und zu rauchen - pflegt, der wird im Alter eher an Behinderungen leiden. Eine Studie hat auch heraus gefunden, dass je ungesünder der Lebensstil ist, desto häufiger und zahlreicher die körperlichen und geistigen Einschränkungen auftreten.

Ungesunde Verhaltensweisen haben einen negativen Einfluss auf die Gesundheit, das belegen Untersuchungen. So steigt das Risiko für starkes Übergewicht, Diabetes, Krebs, eine Verschlechterung der geistigen Funktionen, Schlaganfall und Herzinfarkt. Wissenschaftler haben nun 3.892 Personen, davon waren 60% Frauen, im Alter über 65 Jahre untersucht. Von diesen Personen entwickelten innerhalb des Beobachtungszeitraumes von 12 Jahren 1.236 (31%) eine Behinderung.

Dabei zeigte sich erstens eine Abhängigkeit des Auftretens einer Behinderung vom Alter. So waren bei Menschen im Alter von 65 - 70 Jahren 3,4 Personen pro 1.000 Lebensjahre betroffen. Bei den über 90jährigen betrug der Anteil dann 288. Das zweite, was die Studie belegte, war, dass ein ungesunder Lebensstil das Risiko für eine Behinderung drastisch erhöhte.

Beispielsweise waren Menschen, die sich nicht ausreichend körperlich bewegten, 72% eher von späteren Beeinträchtigungen betroffen. Wer nicht täglich frisches Obst und Gemüse verzehrte, war um 24% mehr gefährdet. Und bei Rauchern oder Menschen, die erst vor kurzem das Rauchen aufgegeben hatten, erhöhte sich das Behinderungsrisiko um 26%. Wer alle ungesunden Verhaltensweisen pflegte, verdoppelte sein Risiko vor körperliche und geistige Einschränkungen. Was erstaunt: Alkohol zu trinken, wirkte sich nicht negativ auf das Risiko aus.

Was ein ungesunder Lebensstil auslöst, hat die Studie ebenfalls aufgedeckt: hohes Übergewicht, verringerte geistige Fähigkeiten, depressive Symptome, chronische Erkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Probleme. Die Wissenschaftler weisen aber darauf hin, dass sich ein ungesunder Lebensstil umkehren lasse. Wer auf breiter Front seine Verhaltensweisen ändere, könne Behinderungen vorbeugen.


Berliner Ärzteblatt 26.07.2013/ Quelle: BMJ 2013
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