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Piercing: 66 Prozent der Brustgepiercten und 52 Prozent der Genitalgepiercten gesundheitliche Probleme (Foto: pte)
Piercing: Stilles Leid

Gepiercte leiden still vor sich hin. Über die Hälfte hat gesundheitliche Probleme wie Infektionen oder Hautempfindlichkeiten durch ihren Körperschmuck. Doch nur drei Prozent der Betroffenen begeben sich deshalb in ärztliche Obhut.

Nach einer Untersuchung der Carlow University in Pittsburgh leidet ein Großteil der Menschen, die sich Körperpiercings machen lassen, unter nachträglichen gesundheitlichen Folgen. Besonders dramatisch ist, so eine aktuelle Untersuchung im Journal of Advanced Nursing, die Zahl bei jenen, die Brust- und Genitalpiercings machen ließen. Insgesamt haben aber nur drei Prozent der Betroffenen tatsächlich medizinische Hilfe in Anspruch genommen.

An der Studie hatten rund 150 Männer und Frauen teilgenommen, die entweder Brustwarzen- (43 Prozent) oder Genitalpiercings (25 Prozent) oder aber auch beides (32 Prozent) hatten. Zu den häufigsten Nebenwirkungen nach dem Piercing zählten Infektionen und Veränderungen beim Urinieren aber auch Empfindlichkeiten wie Hautjucken. Insgesamt hatten 66 Prozent der Brustgepiercten und 52 Prozent der Genitalgepiercten gesundheitliche Probleme. Mehr als die Hälfte der Betroffenen suchten nach den gesundheitlichen Problemen zwar den Piercer auf, aber nur rund drei Prozent entschieden sich zu einem Arztbesuch.

Dass die Gepiercten allerdings zu ihren Schmuckstücken stehen, konnten die Forscher bestätigen. Das galt auch für die Akzeptanz beim jeweiligen Partner. "Aus der Studie geht deutlich hervor, dass Gepiercte offensichtlich selten professionelle medizinische Hilfe suchen. Wir wollen sie dazu animieren", so Studienleiterin Carol Caliendo. Besonders dramatisch seien, so die Expertin, die Störungen beim Urinieren bei genital-gepiercten Männern. Umgekehrt raten die Experten dazu, nur zu akkreditierten Piercing-Experten zu gehen.

WANC 01.03.05/pte

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