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Krampfadern: Pochen, jucken, verursachen Schmerzen und sehen nicht schön aus
Schaum gegen Krampfadern

Eine neue Methode zur Verödung von Venen ist einer Studie nach erfolgreich, birgt aber weniger Risiken für Nebenwirkungen. Dazu wird ein spezieller Schaum injeziert, der sich in den Gefäßen ausdehnt und die Krampfandern verödet.

20 bis 30 Prozent der Erwachsenen erkranken in einem höheren Lebensalter oder während der Schwangerschaft an Krampfadern. Neben einem unerfreulichen Anblick können sie Schmerzen verursachen, pochen und jucken. Laut George Geroulakos vom Ealing Hospital wurden jetzt mehr als 50 Patienten erfolgreich mit dem neuen Verfahren behandelt.

Verfahren zur Verödung der Venen mittels Injektion eines Wirkstoffes werden seit Jahren eingesetzt. Verödungen werden unter lokaler Betäubung durchgeführt und verursachen nur kleine Narben. Laut Geroulakos können Patienten nach der Behandlung mit dem neuen Verfahren bereits nach einigen Tagen wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren.

Der Einsatz eines Schaumes in Kombination mit Ultraschall gehört zu den neueren Behandlungsansätzen. Im Gegensatz zu einer Flüssigkeit wird der Schaum nach der Injektion nicht verdünnt. Aus diesem Grund ist die benötigte Menge kleiner und bleibt länger in der Vene. Der Schaum beseitigt dort das Blutes. Er ist in der Lage einen besseren Kontakt mit der Innenseite der Venenwände zu erreichen als andere Verödungsmittel. Alle diese Faktoren wiesen laut Geroulakos auf eine verbesserte Wirksamkeit hin.

Auch die Gefahr, dass Flüssigkeit der Vene austritt, was zu einer Wunde oder zu einem Geschwür führen kann, scheint nicht so hoch zu sein. "Wir gehen davon aus, dass die Gefahr von Komplikationen mit dem Schaum geringer ist. Zusätzlich kann man mit dem Ultraschall genau sehen, wo sich der Schaum befindet. Konkret wird jede einzelne Vene sichtbar. Was ein großer Vorteil ist."

Geroulakos behandelt Patienten seit zwei Jahren mit dem neuen Verfahren. Die ersten und vorläufigen Ergebnisse seien viel versprechend. Voraussagen über einen längeren Zeitraum seien derzeit noch nicht möglich. Rund ein Fünftel der Patienten, deren Venen operativ entfernt wurden, müssen sich innerhalb von fünf Jahren einem erneuten Eingriff unterziehen. Es ist derzeit nicht bekannt, ob die Behandlung mit dem Schaum ähnliche Folgen haben kann.

Eine einzelne Schauminjektion reicht für einen halben Meter Vene aus. Nach dem Eingriff müssen Patienten zwei Wochen 24 Stunden lang einen Spezialstrumpf tragen. Anschließend ist er für eine weitere Woche nur noch tagsüber erforderlich.
WANC 10.05.05/pte
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