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Vorsicht vor Shampoos und Lotionen mit Polyacrylamid
Acrylamid: Krebsgift auch in Kosmetika

Nun ist auch bei der Anwendung von Schönheitsprodukten Vorsicht angesagt. Eine Untersuchung, die das Bundesinstitut für Risikobewertung für den Verbraucher-Ausschuss des Bundestags durchgeführt hat, ergab: In vielen Kosmetika ist das krebserregende Gift Acrylamid enthalten. Es wird vom Menschen in großem Umfang über die Haut aufgenommen. Die Ausschussvorsitzende Herta Däubler-Gmelin (SPD) will die betreffende Studie heute bei einer öffentlichen Anhörung zu den Gefahren durch Acrylamid vorstellen. Einzelheiten sind allerdings noch nicht bekannt.

Damit gibt es drei Hauptquellen für die Acrylamidbelastung beim Menschen: Lebensmittel, Rauchen und Kosmetika. Bisher war Acrylamid vor allem in Lebensmitteln wie Pommes Frites, Knäckebrot und Kartoffelchips festgestellt worden. Jetzt soll der Stoff auch in Shampoos und Lotionen mit dem Zusatzstoff Polyacrylamid (PAA) enthalten sein. Dieser wirkt antistatisch und verstärkt die Schaumbildung.

Die deutschen Hersteller von Pommes Frites haben sich unterdessen auf einheitliche Zubereitungstemperaturen geeinigt, die unter den bisherigen liegen: Sie empfehlen, ihre Produkt in der Friteuse bei 175 Grad Celsius zuzubereiten. Für den Umluftbackofen haben sie sich auf 180 bis 190 Grad und bei Oberhitze auf maximal 200 Grad geeinigt. Grund für diese Maßnahme: Ab einer bestimmten Temperatur nimmt die Acrylamidbildung drastisch zu.

WANC, 27.01.03

Bundesinstitut für Risikobewertung

 
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