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PPD in Henna-Farbe: Die Tattoos vergehen, die Allergie bleibt (Foto: Hermera)
Allergien durch Tattoos

Tattoos, die mit einer schwarzen Farbe aufgetragen werden und nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden, rufen nach Erfahrungen von Ärzten Allergien hervor. Die eigentlich hautverträgliche Henna-Farbe wird durch einen chemischen Zusatz zum Hautrisiko.

Schmetterlinge, Drachen, Fantasiegebilde oder der Name der Liebsten, alles kann tätowiert werden. Vor allem Tattoos mit schwarzer Henna-Farbe, die nur vorübergehend die Haut verzieren, sind in Mode. Mit diesen so genannten Temptoos schmücken sich rund ein Viertel aller 16- bis 29-Jährigen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Tätowierungen verblassen sie nach einiger Zeit. Was aber durch den oft zugesetzten Farbstoff Para-Phenylendiamin (PPD) ewig bleiben kann, sind Hautekzeme und Allergien. Das berichteten Hautärzte auf einem Kongress in Davos.

Die aus den Blättern des Hennastrauches gewonnene rötliche Farbe ist eigentlich hautverträglich. Schon die Indianer nahmen sie für ihre Kriegsbemalung. Um die Farbpalette zu erweitern, wird heute PPD-Farbstoff zugesetzt. Der ist zwar in Deutschland als Haarfärbemittel verboten, aber für bestimmte industrielle Zwecke zugelassen. So etwa für das Färben von Stoffen in einer Konzentration bis zu sechs Prozent. Dieser Farbstoff aber, so warnen Fachleute, kann krank machen. Dann reagiert der Körper auf alles allergisch, was PPD enthält. Berufe wie etwa Drucker oder Fotolaborant sind dann tabu. Auch wenn die Temptoos schon lange vergessen sind, die Allergie bleibt – meist ein Leben lang.

WANC 26.02.04/DAK

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