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Mit dem Laser wird die Krampfader verschlossen
Krampfadern: Hilfe vom Laser

Jeder Dritte bekommt im Laufe seines Lebens Krampfadern. Die Gefahr besteht, dass sich eine Thrombose bildet. Eine neue Lasertechnik verschweißt Krampfadern.

In Deutschland sind rund 22 Millionen Menschen von einer Venenerkrankung betroffen. Jeder Dritte bekommt im Laufe seines Lebens Krampfadern, Frauen sind viermal häufiger betroffen als Männer. Durch die Wärme nehmen die Beschwerden nicht nur im Sommer zu, besonders bei denjenigen, die viel stehen oder sitzen. Überheizte Räume und Bewegungsmangel können auch im Winter für die Venen zum Problem werden.

Geschwollene, müde oder schwere Beine sind erste Anzeichen, dass das Venensystem nicht richtig funktioniert. Ist es bereits zu Krampfadern gekommen, verschlimmern sich die Beschwerden. Bedrohlich wird es, wenn sich eine Thrombose bildet. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Übergewichtige, frisch Operierte und Patienten mit einer angeborenen Gerinnungsneigung des Blutes, durch die es zur Bildung von gefäßverschließenden Blutpfropfen (Thrombus) kommen kann. Wichtig bei der Therapie ist schnelles Handeln - denn ein Thrombus kann nur innerhalb der ersten Tage aufgelöst werden.

Endovenöse Lasertherapie heißt das Zauberwort in der modernen Venenheilkunde. Bundesweit bieten immer mehr Venenfachkliniken ihren Patienten neben dem Stripping, bei dem die erkrankten Venenabschnitte herausgezogen (gestrippt) werden, und weiteren so genannten schnittfreien Operationstechniken bei Krampfadern auch die endovenöse Lasertherapie an. Das Lasergerät erwärmt mit seiner Lichtleitfaser die Venenwand, lässt sie schrumpfen bzw. verschweißt sie.

So funktioniert das neue Verfahren: Die Krampfader wird auf Höhe des Kniegelenks oder des Innenknöchels (wie beim Blutabnehmen) punktiert oder durch einen kleinen Schnitt ("Miniinzision") freigelegt. Unter Ultraschallkontrolle wird die dünne Lichtleitfaser in die Vene eingeführt. Der an die Faser angeschlossene Laser erzeugt Energie, um die Eiweißmoleküle der Venenwand soweit zu erhitzen, dass sie schrumpfen, aber nicht verbrennen.

Die verschlossene Vene verbleibt im Körper. Die Patienten können nach dem Eingriff sofort ihre normalen Tätigkeiten wieder aufnehmen. Doch nicht jeder Krampfaderbefund ist für die neue Lasertherapie geeignet. Die Deutsche Venen-Liga e.V. rät, sich beim Venenspezialisten ausführlich beraten zu lassen, welche Methode für den persönlichen Krampfaderbefund am besten geeignet ist.

WANC 19.12.05

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