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Frau beim Eincremen
Sonnenschutz ist nicht gleich Sonnenschutz: Ob Spray, Lotion, Creme oder Gel hängt von der Haut ab
Sonnenschutz: Jetzt schon daran denken

Seit 100 Jahren den sonnreichsten April hat es in diesem Jahre gegeben. Damit muss unsere Haut auch früher mit der zunehmenden Kraft der Strahlen fertig werden – die Gefahr für einen Sonnenbrand wächst. Deshalb sollte man schon jetzt an den Sonnenschutz denken.

Wenn die Bahn der Sonne allmählich steil verläuft, häufen sich Warnungen vor dem Sonnenlicht. Aus gutem Grund. Die Klimaveränderungen bringen eine hohe Intensität der ultravioletten Strahlen mit sich, sowohl im kurzwelligen (UV-B) als auch im langwelligen Bereich (UV-A). Um den Aufenthalt im Freien trotzdem genießen zu können, muss der Körper gut geschützt sein: durch Kleidung, Brille und Sonnencreme. Das richtige Produkt bewahrt die Hautgesundheit in der Sonne über Stunden. Dennoch sollte man die Dauer des Lichtbads nicht zu sehr ausdehnen. Sonnenschutzmittel dürfen nicht dazu verleiten, für einen ausgedehnten Aufenthalt im Freien die individuelle Eigenschutzzeit der Haut um ein Vielfaches zu verlängern.

Textiler Sonnenschutz und Brille
Damit Hut, Hemd und Hose die Strahlen zuverlässig abschirmen können, müssen sie aus geeigneten Materialien sein. UV-dichte Spezialkleidung aus Mikrofaser bietet den besten Schutz. Auch dicht gewebte Naturfasern schützen. Wenig hilfreich sind Textilien aus herkömmlichen Kunstfasern.

Von einer Sonnenbrille erwartet man, dass sie blendendes Licht verdunkelt und die Netzhaut keinen Schaden nimmt. Das garantieren Sonnenbrillen vom Fachhandel. Auf den „UV-400“-Aufkleber vom Straßenhändler ist kein Verlass.

Sonnencreme
Sonnenschutzkosmetik gibt es heutzutage in vielen Konsistenzen. Klassisch als Lotion, fettfrei als Gel, für Kinder als Spray. Die Faktoren reichen von 2 bis 50. Um sich in diesem Angebot orientieren zu können, sollte man wissen, worauf es ankommt. Die Wahl des passenden Produkts hängt in erster Linie vom Pigmenttyp und vom Schutzbedarf ab. Um die Wahl zu erleichtern, geben einige Hersteller das Schutzvermögen auch in Worten wie Basis / Mittel / Hoch an, zusätzlich zum UV-A-/UV-B-Schutzfaktor, der eine Zahl ist.

Beispielsweise schützt LSF 12 die sommerbraune Haut ausreichend. LSF 20 wurde für mitteleuropäische normale Haut entwickelt. LSF 30 mit mineralischem Filter ist für Kinder und Allergiker geeignet. Kleinkinder sollten sich trotzdem möglichst im Schatten aufhalten. Aber: Auch ein belaubter Baum hält höchstens 50 Prozent der Strahlung ab.

Kennen Sie sich aus beim Sonnenschutz? Testen Sie sich!

„Ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verhindert das Braunwerden.“
Das stimmt so nicht! Auch mit hohem Faktor wird die Haut braun. Er schützt vor Sonnenbrand, lässt die Bräune schrittweise entstehen und trägt dazu bei, dass sie länger hält. Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion der Haut. Er hat zur Folge, dass die Hautzellen zur Regeneration angeregt werden. Die Haut „wirft“ die geschädigten Zellen ab und damit auch die in den Zellen eingelagerten braunen Pigmente.

„Braune Haut benötigt keinen Schutz.“
Falsch. Die Bräune bietet nur einen gewissen Schutz vor der aggressiven UV-Strahlung. Doch auch gebräunte Haut nimmt bei intensiver Bestrahlung Schaden. Nur werden die Folgen erst Jahre später sichtbar, zum Beispiel in Form von vorzeitiger Hautalterung und Altersflecken.

„Alle Produkte mit hoher Faktorzahl schützen gleich gut.“
Falsch. Die Zahl auf dem Produkt steht für den Schutz gegen die kurzwelligen UV-B-Stahlen im Sonnenlicht. Genauso wichtig ist der Schutz vor UV-A-Strahlen. Der „Breitband-Schutz“ gegen beide Strahlungsarten sollte deklariert sein.

„Creme, Gel, Lotion, Spray – ich nehme einfach irgendwas.“
Besser nicht wahllos ins Regal greifen. Welches das passende Mittel ist, hängt nicht nur von seinem Schutzvermögen ab, sondern auch von der Konsistenz. Beispielsweise sollten Sonnengenießer mit trockener Haut keinesfalls ein Gel benutzen. Es liefert der Haut keine Pflegesubstanzen, sie könnte verstärkt austrocknen. Eine Creme ist hier besser geeignet. Guter Sonnenschutz muss daher in Form und Faktor auf den Benutzer abgestimmt sein.

WANC 25.04.07/dgk

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