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Psoriasis der Kopfhaut: Dhronisches Leiden, das in Schüben verläuft (Foto: Hermal)
Psoriasis: 2 Millionen leiden

Rund 2 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Schuppenflechte. Die Krankheit ist nicht heilbar, aber durch Behandlung besserbar. Einige Faktoren, wie Alkohol, bestimmte Medikamente oder Stress, können die Psoriasis verschlechtern.

Schuppenflechte, auch Psoriasis genannt, ist eine gutartige, entzündliche, vererbbare Hauterkrankung. Typisch für Schuppenflechte sind scharf begrenzte, rote, mit silberweißen Schuppen bedeckte Flecken, besonders an Ellbogen und Knien, am Kreuzbein und beharrten Kopf. Viele Patienten klagen über Juckreiz. Sogar die Nägel sind oft bis zu einer völligen Zerstörung der Nagelplatte betroffen.

Eine Schuppenflechte, insbesondere bei Gelenkbeteiligung, kann so schwerwiegend sein, dass sie den Betroffenen in seinem alltäglichen Leben stark einschränkt und auch schwere psychosoziale Probleme mit sich bringt. "Wichtig ist zu akzeptieren, dass Psoriasis ein chronisches Leiden ist und meist in Schüben verläuft. Faktoren, wie Alkohol, bestimmte Medikamente oder Stress, die Psoriasis verschlechtern, sollte der Patient vermeiden", sagt Professor Dr. Dr. Thomas Bieber, Direktor der Klinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Bonn.

Schuppenflechte ist nicht heilbar, doch verbessert eine Behandlung die Lebensqualität für den Patienten. Neben rückfettenden Pflegecremes und Salben zum Ablösen der Schuppen kommen auch Vitamin-D-Präparate, die eine vermehrte Schuppenbildung bremsen, zum Einsatz. Kurzfristig können auch Kortisonsalben aufgetragen werden. Daneben ist die Lichttherapie eine Option. Bei einer ganz schweren Schuppenflechte helfen Medikamente, die in die Immunabwehr eingreifen und so die Entzündungszellen reduzieren.

"Doch muss der Arzt hier aufgrund der vielen Nebenwirkungen individuell für jeden Patienten den Nutzen abwägen", sagt Dr. Dagmar Wilsmann-Theis, Assistenzärztin an der Universitätsklinik für Dermatologie. Neu entwickelte Präparate - wie Efalizumab, Alefacept, Etanercept, und Infliximab - scheinen da sehr vielversprechend. Doch müssen sich diese erst noch in Langzeitstudien beweisen.

WANC 27.09.04/idw
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