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Tattoos: Ungeklärte Risiken

Tätowierungen bergen Risiken, die unter die Haut gehen. Denn sie können unerwünschte Wirkungen wie Infektionen, Narbenbildung oder allergischen Reaktionen hervorrufen. Zudem sind gesundheitliche Langzeitwirkungen der Tätowiermittel  möglich. So wurden Farbpigmente in Lymphnoten gefunden. Aber auch die Entfernung von Tattoos ist nicht risikolos.

„Angesichts der gesundheitlichen Risiken sollten Verbraucherinnen und Verbraucher sich sehr gut überlegen, ob sie sich ein Tattoo stechen lassen“, warnt Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die Mahnung scheint vernünftig. Denn einmal angebracht, sind sie nur schwer zu beseitigen. Tätowiermittel werden ebenso wie Permanent-Make-up-Farben unter die Haut geritzt. Für Schmucktätowierungen werden meistens Mittel eingesetzt, die organische Pigmente enthalten, für Permanent-Make-Up werden oft Eisenoxide und Ruße verwendet.

Das birgt Risiken. So können Tätowierungen oder Permanent-Make-Up neben Infektionen, allergischen Reaktionen und Entzündungen auch die Bildung von Narbenbildung mit sich bringen. Auch auf lange Sicht sind die möglichen Gefahren kaum absehbar. Experten warnen, dass sich die Farbmittel unter der Haut spalten könnten. Die unter die Haut geritzten Pigmente könnten sich im Körper verteilen. In Untersuchungen hat man bei tätowierten Personen Farbpigmente in den Lymphknoten gefunden.

Das BfR betont, dass die gesundheitlichen Risiken in Verbindung mit dem Entfernen von Tätowierungen und Permanent-Make-Up gesundheitliche Risiken birgt. Flüssige Tattoo-Entferner werden ebenso wie die Tätowiermittel unter die Haut gespritzt. Sie können als Wirkstoff 40%ige Milchsäure enthalten. Milchsäure ist haut- und schleimhautreizend, die Reizwirkung kann bereits bei einer Konzentration von 20% auftreten.

Auch der Einsatz der Lasertechnik scheint nicht frei von Nebenwirkungen. Der Laser spaltet nämlich die Pigmente unter der Haut auf. Dabei ist bisher noch nicht genau bekannt, welche chemischen Verbindungen bei der Laserbehandlung entstehen und welche gesundheitlichen Risiken von ihnen ausgehen.



Berliner Ärzteblatt 04.08.2011/ Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
 
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