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Hypotonie: Den Kreislauf mit Sport in Schwung bringen (Foto: nike)
Niedriger Blutdruck: Mehr trinken und bewegen

Zu niedriger Blutdruck ist nicht immer angenehm: Beim Aufstehen wird einem schnell schwarz vor Augen. Doch gegen die von Medizinern Hypotonie genannte Krankheit muss man keine Pillen nehmen: Viel trinken, Natrium und Bewegung schaffen fast immer Abhilfe.

Viele kennen das Gefühl: Morgens fühlt man sich schlapp und kommt nur langsam in die "Gänge", oder nach einem gemütlichen Abend auf dem Sofa wird einem beim Aufstehen plötzlich schwarz vor Augen. Ursache dafür kann ein zu niedriger Blutdruck sein. Dieser wird in der Medizin als "Hypotonie" bezeichnet und ist eigentlich keine Krankheit, sondern erst einmal nur ein Messwert, mit dem ein Blutdruck von unter 100/60 mmHg gemeint ist.

Über zwei Millionen Deutsche leiden unter den Symptomen, die von Blässe, Kältegefühl und Müdigkeit bis hin zu Konzentrationsschwäche, Schwindel- und Ohnmachtsanfällen reichen.

Auch bei einer raschen Änderung der Körperhaltung kann es zu Phasen zu niedrigen Blutdrucks kommen. Beim Aufstehen versackt plötzlich bis zu einem Liter Blut in den Beinen. Das Gehirn bekommt kurzfristig nicht genug Blut, der Körper reagiert mit Schwindel und Augenflimmern. In diesem Fall spricht man von einer orthostatischen Hypotonie (Orthostase = aufrechtes Stehen).

Bereits einfache Hausmittel können zur Besserung dieser Anzeichen führen. Dazu gehört genügend zu trinken (zwei bis drei Liter pro Tag) und mehr Natrium aufzunehmen. Eine erhöhte Aufnahme von Natrium und Flüssigkeit steht auch an vorderster Stelle der Empfehlungen, die Wissenschaftler in den USA zusammengetragen haben. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft empfiehlt ebenfalls, vor dem Griff zu Medikamenten auf natürliche Methoden zurückzugreifen.

Tipps und Tricks für den Alltag

Es gibt ein paar Tricks, wenn sich zu niedriger Blutdruck so unvermittelt bemerkbar macht: möglichst langsam aufstehen, aus dem Liegen erst einmal aufsetzen und einige Minuten warten. Beim Aufstehen mit der Hand an der Stuhllehne oder am Bettrand abstützen. Sollte es zu Schwindel kommen, hilft das bei der Orientierung.

Weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen sind zum Beispiel die Beine überkreuzen, sich hinhocken oder sich auf die Zehenspitzen stellen, um die Wadenpumpe zu aktivieren. Gut ist es auch, seinen Kreislauf mit regelmäßigem Sport und Bewegung an der frischen Luft, Wechselduschen am Morgen oder wöchentlichen Saunabesuchen zu stärken und viel zu trinken.

Die gute Nachricht: Menschen mit niedrigem Blutdruck leben im Durchschnitt länger und bekommen seltener einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.

WANC 04.12.07

Hypotonie: Wenn der Kreislauf nicht auf Touren kommt

 
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