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Mössner: Lieber ballastoffreich ernähren
„Fasten ist mittelalterlicher Hokuspokus“

Fasten – für viele ist das Regeneration, Quell der Lebensfreude und Reinigung. Für Prof. Dr. Joachim Mössner, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II mit den Fachbereichen Gastroenterologie und Hämatologie/Onkologie des Universitätsklinikums Leipzig ist das allerdings mittelalterlicher Hokuspokus und seiner Meinung nach nicht ganz ungefährlich.

Zwar spricht Mössner eine positive Wirkung bei den Fastenden nicht ab. "Wer das ganze Jahr fett, süß, alkoholisch und maßlos lebt, oder es von sich glaubt, der genießt vermutlich das Gefühl für all seine Sünden zu büßen. Und auch eintretendes körperliches Wohlbefinden halte ich für real." An den Argumenten für das Heilfasten wie Körperentschlackung, Schadstoffe auszuleiten und richtiggehend zu entgiften, läßt der Arzt kein gutes Haar. "Alles Quatsch. Natürlich kommt der Mensch durch Essen und Trinken kontinuierlich auch mit Schadstoffen in Berührung. Aber die sind nicht durch eine einmalige Aktion wieder auszusondern."

Wer etwas Gutes für seinen Körper tun wolle, solle sich sehr ballaststoffreich ernähren, also viel Obst und Gemüse, dafür weniger Süßigkeiten und tierische Produkte zu sich nehmen. Dadurch werde die Passage der unverdauten Nahrung durch den Dickdarm deutlich erleichtert. Dies verzögere natürlich die Kontaktzeit potentieller Schadstoffe mit der Dickdarmschleimhaut. Schadstoffe würden schneller wieder ausgeschieden. Aber dies sei eine Maßnahme, die im Idealfall an allen 365 Tagen im Jahr durchzuhalten wäre.

WANC/idw 03.03

Humboldt Universität, Berlin

 
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