Wellness
Anti-Aging
Schön sein
 
 

Feuerwerk

Gute Vorsätze: Lieber kleine Schritte

Wenn der Jahreswechsel kurz vor der Tür steht, fasst jeder den Vorsatz, im nächsten Jahr alles besser zu machen. Beispielsweise gesünder zu essen, mehr Sport zu treiben, endlich mit dem Rauchen aufzuhören, weniger Alkohol zu trinken und ein paar Kilos abzunehmen. Doch meist bleibt es bei den Vorsätzen, wenn man sich zuviel vornimmt.

Irgendwie ähnelt sich das jedes Jahr. Wenn Silvester naht, kommt regelmäßig die Zeit der Pläne, was im nächsten anders und besser gemacht werden soll. Doch so schnell, wie die Böller und Raketen, die das Neue Jahr begrüßen, im Himmel verrauchen, verfliegen auch alle guten Vorsätze.

Was macht es eigentlich so schwer, die guten Vorsätze einzuhalten und die schlechten Angewohnheiten über Bord zu werfen? Grundsätzlich dauert es bei den meisten Menschen seine Zeit, bis sich etwas Neues ins Leben integrieren lässt und häufig ist damit auch Mühe und Arbeit verbunden. Sobald der Kopf allerdings mit etwas überfordert ist, schaltet er ab und greift auf die alten Gewohnheiten zurück, die er ohne zu überlegen abrufen kann. Der Griff zur nächsten Zigarette oder der Biss in die Tafel Schokolade ist somit vorprogrammiert. Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen hat ein paar einfache Tipps und Tricks zusammengestellt, die den inneren Schweinehund überlisten sollen:

  • Gute Vorsätze sollten nur aus dem bestehen, was man für sich erreichen möchte und nicht aus dem was andere möchten. Also nur das vornehmen, was einem selber am Herzen liegt. Für jemand anderen das Gewicht zu reduzieren, bringt nicht den richtigen Motivationsschub.
  • Zu viele gute Vorsätze können sich gegenseitig im Weg stehen und machen es um so schwieriger, sich an sie zu halten. Sich auf eine Sache zu konzentrieren ist konsequenter als drei Dinge gleichzeitig machen zu wollen.
  • Das Ziel muss klar und realistisch sein. Mehr Sport treiben bedeutet nicht, sich vom Sportmuffel zum Ironman zu wandeln. Auch ein täglicher Spaziergang oder dreimal wöchentlich Gymnastik sind schon gute Ziele.
  • Der Weg ist das Ziel! Ein Ziel vor Augen nützt ohne Wegbeschreibung wenig. Wer sich vorgenommen hat abzunehmen, sollte sich Gedanken darüber machen, wie er dies erreichen kann. Wie soll also die Ernährungsumstellung aussehen und welche Sportart eignet sich am besten?
  • Schritt für Schritt kommt man dem Ziel näher. Man nimmt nicht von heute auf morgen zehn Kilo ab. Jede Woche ein halbes Kilogramm ist viel effizienter, gesünder und langanhaltender, als mit einer Crash-Diät auf einen Schlag die Kilos purzeln zu lassen.
  • Die Vorsätze müssen konkret sein und nicht aus „mehr“ oder „weniger“ bestehen. Bleiben die Zielvorstellungen zu wage, so verlaufen sie schnell im Sande. Das Gehirn kann konkrete Vorgaben besser verarbeiten.
  • Rückschläge passieren und sollten kein Anlass zum Aufgeben sein! Hat der Griff zur Zigarette doch wieder stattgefunden, sagt man schnell: „Jetzt ist es eh zu spät.“ Man sollte sich von kleinen Ausrutschern nicht demotivieren lassen, jetzt ist Durchhaltevermögen gefragt!
  • Die Absicht zu Veränderungen sollte kein Geheimnis bleiben. Weiß der Bekanntenkreis oder die Familie von den Absichten, ist dies ein enormer Motivationsschub, denn wer gibt schon gerne zu, sein Ziel nicht erreicht zu haben? Zudem findet sich ja vielleicht jemand, mit dem man das Ziel gemeinsam erreichen kann.

WANC 30.12.05

Gesundheit beginnt im Kopf

 
Seite versenden  
Seite drucken