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"….denn der Zuwachs an Dampfern in der BRD ist trotz negativer Presse deutlich zu erkennen und immer mehr Menschen greifen zur elektrischen Alternative zur Tabakzigarette." (Foto: obs/CLICKSMOKER/336ft GmbH)
"….denn der Zuwachs an Dampfern in der BRD ist trotz negativer Presse deutlich zu erkennen und immer mehr Menschen greifen zur elektrischen Alternative zur Tabakzigarette." (Foto: obs/CLICKSMOKER/336ft GmbH)
E-Zigaretten: Die heimlichen Verführer

E-Zigaretten erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit, sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen. Die Versprechung vom "gesunden" und geruchsfreien Rauchen scheint viele zu überzeugen. Und nebenbei kommt noch die Botschaft an, dass E-Rauchen dabei hilft, das Rauchen ganz aufzugeben. Ganz abgesehen davon, dass die Gefahren oder Nicht-Gefahren von E-Zigaretten längst nicht aufgeklärt sind, belegt eine neue Studie, dass das Dampfen Jugendliche nicht vom Tabakrauchen weg- sondern eher zu ihm hinführt.

"Rauchst Du noch, oder dampfst Du schon?" Anbieter von E-Zigaretten-Utensilien vermitteln gerne unterschwellig das Gefühl, dass die E-Zigarette nicht nur ein Lebensgefühl trifft, sondern der schnelle Griff zu elektrischen Variante auch zwischendurch das Gefühl der Freiheit vermittelt. Jeder Raucher soll in der Lage sein, "einen hochwertigen und aromatischen Dampf genießen zu können". Doch eines sollte man nicht vergessen: Sowohl die Tabak- wie die meisten E-Zigaretten enthalten Nikotin. Und anstatt der den "normalen" Zigaretten oft zugeführten Additive, findet man in den E-Glimmstengeln Stoffe, deren Auswirkungen auf die Gesundheit überhaupt noch nicht vollständig geprüft wurden.

Für eine Studie haben Universitäten in Los Angeles, San Diego, Fort Collins und Philadelphia 14-Jährige von Herbst 2013 bis Herbst 2014 beobachtet. Die 2.530 Jugendlichen wurden an zehn High Schools in Los Angeles rekrutiert und standen vor dem Wechsel von der 9. in die 10. Klasse. Alle Jugendlichen hatten bis zum Beginn der Untersuchung noch nie eine Tabakzigarette geraucht. 222 gaben aber an, bereits eine E-Zigarette konsumiert zu haben.

Nach der ersten Zwischenuntersuchung nach einem halben Jahr hatten 30,7% der E-Zigaretten-Nutzer auch eine Tabakzigarette geraucht. Bei den Nicht-E-Zigarette-Rauchern waren es nur 8,1%, die Erfahrungen mit "normalen" Glimmstengel gemacht hatten. Nach zwölf Monaten betrug das Verhältnis 25,2% zu 9,3%.

Aus diesen Zahlen schließen die Wissenschaftler, dass Risiko eine E-Zigaretten-Rauchers um das 4,27-fache erhöht ist, in der Folge auch zu einer Tabakzigarette zu greifen. Damit entwickele sich die E-Zigarette doch zu einer Einstiegsdroge für das Rauchen. 

21.08.2015/ Quelle: JAMA

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