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"….denn der Zuwachs an Dampfern in der BRD ist trotz negativer Presse deutlich zu erkennen und immer mehr Menschen greifen zur elektrischen Alternative zur Tabakzigarette." (Foto: obs/CLICKSMOKER/336ft GmbH)
"….denn der Zuwachs an Dampfern in der BRD ist trotz negativer Presse deutlich zu erkennen und immer mehr Menschen greifen zur elektrischen Alternative zur Tabakzigarette." (Foto: obs/CLICKSMOKER/336ft GmbH)
E-Zigaretten: Und sie schaden doch….

Befürworter von E-Zigaretten betonen gerne, dass diese kein Gesundheitsrisiko darstellen. Dieser Meinung konnte sich beispielsweise die Weltgesundheitsorganisation WHO nicht anschließen. In einem Bericht hat sie Bedenken über die gesundheitliche Unbedenklichkeit an dieser gesunden Form des Rauchens schon 2014 formuliert. Eine Untersuchung belegt jetzt, dass Vorbehalte durchaus angebracht sind. Vor allem aromatisierte Liquids bergen erheblich Gesundheitsrisiken.

So steht es auf i-smoker (https://ismoker.eu/): "Nach dem heutigen Stand in der Forschung gelten die E-Zigaretten als die weitaus weniger gesundheitsschädliche Alternative zum Konsum von Tabakprodukten. Mit einer Tabakzigarette inhalieren die Konsumenten rund 250 giftige Stoffe von denen 90 kanzerogen (krebserregend) sind, die im Liquid für die elektrische Zigarette nicht enthalten sind." Dafür finden sich dort andere Stoffe, die der Gesundheit auch keine Freude bereiten.

Untersucht haben Wissenschaftler der Harvard Universität 51 der am meisten verkauften, aromatisierten E-Zigaretten-Typen. Über 7000 verschiedene aromatisierte Liquidvarianten werden derzeit gehandelt, sagt Joseph Allen, einer der an der Studie beteiligten Professoren. Dabei wurde vor allem nach Diacetyl, Pentandion und Acetoin gesucht. Diacetyl vermittelt den Geschmack und Geruch von Butter und wird z.B. bei der Produktion von Popcorn, Bier und Wein zugesetzt. Das Einatmen von Diacetyl kann zu der sogenannten Pop-Corn-Lunge (in Englisch: Popcorn Workers Lung“) führen.

Das ist eine unter dem Namen
Bronchiolitis obliterans bekannte Erkrankung, bei der es zu Entzündung der kleinen Atemwege und Narbenbildungen kommt. Betroffene leiden unter verengten Atemwegen und einem ein eingeschränkten Lungenvolumen. Pentandion und Acetoin sind Ersatzstoffe für Diacetyl, die nach Meinung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR - Stellungnahme Nr. 010/2015) ein vergleichbares Risikoprofil haben, wenn sie eingeatmet werde. Bei oraler Aufnahme (Verzehr) sollen keine Gefahren bestehen. DieStändige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe (MAK-Kommission) ordnet diese chemischen Stoffe als krebserzeugenden Stoff in der Kategorie 3B (Verdachtsstoff) ein.

Diacetyl wurde in 47 der 51 aromatisierten Liquide für die E-Zigaretten entdeckt, Pentandion in 23 und Acetoin in 46. Bei der Verdampfung setzten 39 E-Zigaretten 239 µg (0,239 mg) Diacetyl frei, der Rauch von 23 E-Zigaretten enthielt bis zu 64 µg (0,064mg) Pentandion und 46 E-Zigaretten verdampften bis zu 529 µg (0,529mg) Aceton. Die MAK-Kommission hat einen MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration, gibt die maximal zulässige Konzentration eines Stoffes an) von 0,07 mg für diese Stoffe festgelegt. 

Die Wissenschaftler betonen die Bedenklichkeit dieser Inhaltsstoffe in den Liquids von E-Zigaretten. Und sie weisen darauf hin, dass E-Zigaretten ja noch andere krebserregende Stoffe enthalten - wie Formaldehyd, Acrolein und Acetaldehyd sowie Feinpartikel, ultrafeine Partikel und Verneblungsmittel (Glycerin, Propylenglykol). Alle diese Stoffe bergen nach Einschätzung des BfR gesundheitliche Risiken, vor allem für die Atemwege. 

09.12.2015/ Quelle: Environmental Health Perspectives

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